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Kato Koufonisi - ein kleines Paradies der Kykladen

Von kokkinos vrachos

Ich habe S. aus Norwegen in dem ältesten Laden von Epano Koufonisi kennen gelernt (siehe Artikel von Arion: www.in-greece.de/epano-koufonissi/artike l/2795-das-kleine-kaufhaus-klein-fein-un d-chaotisch ), wir sind ins Gespräch gekommen. Als er mir erzählte das er auf Kato Koufonisi wohnt, stieg mein Interesse. Ich hatte von meiner Unterkunft einen sehr schönen Blick auf Keros und Kato Kofounisi.

Wir immer saßen die Alten vor dem Laden, auch die beiden Alten die ihre Ziegen und Schafe auf Kato Koufonisi haben.

S. wartete auf den Laster, er hatte 20 Säcke Dünger gekauft. Ich habe dann bei der Verladung der Säcke auf das Schiff von Kostas geholfen. Auch zwei große Säcke mit Mehl wurden transportiert, für die einzige Taverne die im Sommer auf Kato geöffnet hat.

Kostas fährt im Sommer die Touristen von Epano Koufonisi nach Kato Koufonisi.
Für jeden Sack, Paket usw. nimmt er 2€, die Express Skopelitis nimmt 4€. Der alte Kapetan Kostas lebt davon Waren zwischen den Inseln zu transportieren und im Sommer Ausflüge für die Touristen anzubieten.

Ich fuhr mit den beiden mit, vorbei ging es an der keinen unbewohnten Insel Ghlaronisi, die dem Tavernenbesitzter vom Fos Fanari gehört, und in Sichtweite die große unbewohnte beeindruckene Insel Keros mit dem höchsten Berg der Kleinen Kykladen, dem Papas mit 434 m. Nach kurzer Überfahrt sind wir in dem kleinen halb verfallenen Ort Panagia auf Kato Koufonisi, benannt nach der dortigen Kirche angekommen. R. und der Tavernenbesitzer, Typ Seebär warteten schon auf dem kleinen Anleger auf die Ware. Zu viert ging das verladen der Säcke dann wesentlich schneller.

S. und sein Freund R. aus Israel sind die einzigen fast dauerhaften Bewohner der Insel. Im Oktober verlassen sie Kato, es wird zu kalt und die Versorgung zu schwierig. Im Frühling kommen sie dann wieder.

Das Leben auf der Insel ist sehr schwierig, die Wasserquelle am Haus ist nicht trinkbar, Regenwasser wir in einer Zisterne gesammelt. Das Wasser muß dann reichen. Wenn das Wasser verbraucht ist, muß man die Insel verlassen. Strom gibt es durch eine Solaranlage.

Wenn man zum Zahnarzt muß, geht es nach Naxos. Das ist zeit- und kostenintensiv.

Außer dem Tavernenbesitzer und den beiden alten Hirten von Epano Koufonisi sind im Sommer noch ein paar Häuser von Athener, Griechen und Italienern bewohnt.
Im Sommer zelten auch noch ein Paar Leute an den Stränden.

Gebaut darf auf Kato nicht mehr, da die Insel unter archäologischen Schutz steht.

Nach dem Verladen und verabschieden ging es mit Kostas wieder zurück in den Hafen von Epano Koufonisi.

Beim nächsten mal bleibe ich über Nacht.

de.wikipedia.org/wiki/Kato_Koufonisi

Geschrieben 23.04.2014, Geändert 24.04.2014, 2568 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von kokkinos vrachos vom 27.05.2014 10:20:09

jassou drossiani, ja die Kleinen Kykladen (Iraklia, Schinousa, Epano Koufouisi, Kato Koufonisi und Donousa) lohnen sich. Jede Insel hat ein anderes Gesicht. Absolute Ruhe, besonders in der Vor-und Nachsaison. Außer im Juli und August ist es auch dort sehr voll.

In Donousa habe ich mich verliebt. Auf den restlichen Inseln reichen jeweils 2-3 Tage. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden. Und jede Insel der Kleinen Kykladen hat seine (langjährigen) Liebhaber.

schöne Grüße aus Hamburg, kv


Kommentar von drossiani vom 24.05.2014 11:15:17

Hallo kv,

habe deinen Artikel gerade erst entdeckt. Klasse! Ich wusste es schon lange: GR ist noch immer das letzte Stück Abenteuer in Europa.
Da ich immer, wenn ich länger auf Naxos bin, für einige Tage andere Inseln besuche, werden demnächst auf jeden Fall die kleinen Kykladen dran sein.

Gruss drossiani


Kommentar von Xristo vom 01.05.2014 19:56:05

Ein Erlebnis, von dem ich nur träumen kann!