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Amorgos ist wunderbar !

Von herbert280457

Vorab: wer Hotelloungen, All-inclusive-Buffets und Strände mit Liegestuhlservice sucht ist definitiv fehl am Platz ! Aber wer die mediterrane Natur, Wanderungen zu kleinen und einsamen Buchten, kristallklares Wasser, das moderat geschäftige Treiben eines Fischerdorfes und am Abend den Sound von Zikaden geniesen kann ist am Ziel seiner Sehnsüchte angekommen. Ich selber reise seit 1976 zu den Kykladen, habe noch nie vorreseviert und alle Inseln liegen mir gleichermaßen am Herzen ! Es ist die Einfachheit von Donoussa, das Jugendliche von Ios, das abwechslungsreiche Naxos, das spektakuläre Paros, das intime an Anafi ... was mich immer wieder zur Küste des Lichts reisen läßt ! 1987 war ich das erstemal auf Amorgos - und Freunde haben auf der Skopelitis mein Gepäck von Katapola nach Egiali mitgenommen ... ich selber habe die Wanderung über die Insel gemacht, damals noch nicht die fertige Strasse sondern eine teilweise von Geröll unterbrochene Schotterpiste ! Und Egiali ist Erholung pur - in der Nebensaison ! Der kleine Hafen ist den Fischerbooten vorbehalten - Yachten müssen wegen Platzmangel in der Bucht vor Anker gehen ! Das letztemal bin ich im Mai 2011 jeden Abend an der Mole gestanden und habe die Vorbereitungen zum Fischfang beobachtet, die Alten beim Netzflicken zugesehen und den Sonnenuntergang genossen ! Das dazugekommene 'Neubauviertel' ist vornehmlich in der Hauptsaison voll ! Ganze Dörfer an Verwandtschaften von in Egiali verheirateten Skandinavierinnen und Deutschen sind dann auf Besuch ! Die Tavernen sind durchgehend gut belegt und die engen Gassen des kleinen Küstendorfes quellen über von Nachtschwärmern jeglichen Alters ! In der Vor- und Nachsaison ist es aber ruhig - und die Wanderungen zum Kloster, zu den Windmühlen oder auf den Krikelos sind keine Massenveranstaltungen ! Auch ein Tagesausflug in den einsamen Süden ist ein Erlebnis ... und wer die Mühe nicht scheut, kann den vermutlich noch immer in einer kleinen Bucht gestrandeten Lastkahn einen Besuch abstatten ! Einer der Höhepunkte eines Amorgos-Besuchs ist aber der Besuch des Kloster Chozoviotissa ... spektakulär an eine Felswand klebend ! Von der Chora in etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar ! Das Kloster liegt auch am alten Inselweg Chora-Egiali ... eine Grundfitness ist aber Voraussetzung für diese ca. 3-stündige Wanderung ! Auch der darunter liegende Aghia-Anna Strand ist einen Besuch wert - ist aber kein Sandstrand, sondern Kiesel zwischen riesigen Gesteinsblöcken ! Aber das Meer - und die Ruhe .... einfach wunderbar !

Geschrieben 11.01.2013, Geändert 11.01.2013, 4412 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von herbert280457 vom 17.01.2013 14:17:03

An Katerina : brauchten bei normalen Tempo ca. 5 Std. von der Chora nach Egiali - mit etwa 1 Std. für das Kloster + Brotzeitpause nach halber Strecke ! Ab Kloster sind es also etwa 3 Std. reine Gehzeit - ohne wirklich große Eile ! Das phantastische auf der Strecke - immer das Meer im Blick ... mal Steuerbord-, mal Backbordseite ... und zeitweise beides !


Kommentar von Katerina vom 16.01.2013 14:48:27

Ob 3 ! Stunden reichen ! um von Chora nach Egiali ! zu gelangen wage ich zu bezweifeln ! Selbst Dieter Graf gibt in seinem Wanderführer ! als reine Gehzeit 3 Stunden 40 Minuten an ! Und weil man ja ab und zu gucken möchte (sonst wäre es ein Jammer ! ) , sollte man schon 5 Stunden für die Tour planen !


Kommentar von kokkinos vrachos vom 15.01.2013 18:57:09

jassou Herbert, schön mal wieder was über Amorgos in diesem Forum zu lesen, der letzte Bericht ist ja auch schon wieder zwei Jahre her.

Mich würde interessieren ob die Jugend auf Amorgos, wie auf vielen anderen GR-Inseln zu beobachten auch auf das Festland abwandert? (Seit 1-2 Jahren gibt es ja das neue Phänomen, Auslöser ist die Krise das die Menschen aus den Städten wieder auf ihre Inseln zurückkehren.)

Gibt ja auch Ausnahmen z.B. wie Milos wo es den Menschen bis Heute Aufgrund der Bodenschätze schon immer ein wenig besser erging, als Menschen auf anderen Inseln.

Ist was von der Krise auf Amorgos zu spüren, und wenn ja- wie macht es sich konkret bemerkbar?

Schöne Grüße aus Hamburg, kokkinos vrachos