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Kassos - das ruhige Vergnügen

Von pedros 1

Ehrlich gesagt, wenn Kassos nicht zwischen Karpathos und Kreta liegen würde, hätte es uns wohl nie dorthin verschlagen. Die Hauptstadt Fry "schmückt" ein überdimensional hingeklatschter Fährhafen. Schon bei der Anfahrt merkt man, dass hier die Ruhe daheim ist. In Fry gibt es einen einzigen Periptero, aber einige recht gut sortierte Supermarkets.

Sehenswert ist der Souveniershop in Fry. Der rührige Besitzer malt selber und bietet nicht nur das übliche Touriprogramm. Dreh- und Angelpunkt ist die Kassos Maritime und Tourist Travel Agency, die einzige Möglichkeit, um an Flug- und Fährtickets zu kommen. Ja genau, Kassos hat sogar einen Flughafen. Wohl der kleinste der Ägais (Kastellorizo ausgenommen?). Es gibt ein kleines Flughafengebäude und die Maschinen landen und starten fast im Meer. Die Flugzeit von Karpathos nach Kassos beträgt unter 10 Minuten.

Etwas schwierig gestaltete sich das Leihen eines Quads. Ein Anruf um die späte Mittagszeit beim Verleiher ergab, dass er erst am späten Nachmittag wieder offen hat. Ein Besuch der Travel-Agency war aber hilfreich, die sich dann mit dem Vermieter direkt verband, so dass wir interessanterweise innerhalb einer halben Stunde ein Quad hatten. Es gibt nur 4 Quads zum Leihen auf der ganzen Insel und ca. die gleiche menge an Rollern. Tanken ist kein Problem, ausser über die Mittagszeit, am Abend und Sonntags.

Kulturprogramm: Für Anhänger dieses Genre ist Kassos eine nicht brauchbare Insel. Eine asphaltiere Straße führt in das schöne Kloster Agios Georgios tis Chadies. Das ist quasi das Highlight (ausser dem Flughafen) auf der Insel. Direkt dahinter liegt der schöne einsame Strand von Chelatros. Sehenswert ist auch das Kloster Agios Mammas. In endlosen Serpentinen geht es in die Berge und in die einzigste wirkliche Behausung der ganzen Ostküste!

Eine sehr positive Überraschung war auch der tolle Fischerhafen Bouka in Fry. Von ein paar Cafes umlagert, schaukeln die Fischerboote im kleinen Hafenbecken. Ein Traum. Nebenbei findet man eine Handvoll Tavernen auf der Insel. Baden: eher dürftig. Der einzige Strand mit Infrastruktur liegt in Emborio, 10 Laufminuten von Fry. Dazu gehört aber eine sehr gute Taverne, mit tollem Fisch.

Etwas gewöhnungsbedürftig waren die vielen amerikanischen Urlaubsheimkehrer(viele Kassioten wanderten nach dem zweiten Weltkrieg nach Amerika aus), so dass die insel eher amerikanisch angehaucht war. Aber nach einiger Zeit war das kein Problem mehr.

Übernachten: Wir waren mit Dimitris Studios sehr zufrieden. Gut sind auch die Fantasis-Studios. Beides herrlich ruhig gelegen. Gut wohl auch die Akrogialis Studios in Emborio.

Essen: Viel gibt es ja nicht, aber das Emborikos (toller Fisch) und die Taverne O Milos sind zu empfehlen. Sehr schön und nicht teuer sind die Cafes am Fischerhafen.

Autoverleih: Rooms Akrogiali verleihen Autos (sehr wenige) sowie einige Quads und Roller.

Kassos, wir kommen wieder!

Geschrieben 29.07.2007, Geändert 29.07.2007, 1779 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von ios-fan vom 13.01.2010 12:28:17

Suche mir jedes Jahr 1 griechische Insel zum 'erholen' aus .... Kassos könnte heuer tatsächlich in die engere Wahl kommen ! Und die Schiffsroute (ich liebe diese Fahrten in der Ägäis !) Pireus-Anafi-Kassos klingt interessant ! Bin zwar ein Fan von Ios, aber nicht unbedingt im Juli/August ...


Kommentar von pedros 1 vom 09.04.2008 17:55:12

hi lisa, danke für den kommentar.
die insel scheint wohl eher was für tagesausflügler zu sein. also wir haben uns sehr wohl gefühlt dort, alle waren sehr freundlich und wir waren selbst im juli eine der wenigen -nicht amerikanischen-touristen. und das essen war wirklich hervorragend. das einzige problem sind halt die wenigen strände.
und preislich dann doch einiges unter karpathos, und wirklich urige tavernen z.t. ohne speisekarte.

habe gelesen das du von karpathos nach kreta willst. die fähre fährt ja mehrmals wöchentlich. da würde ich doch ein paar tage kassos einschieben. die atmosphäre ist ganz anders als in kreta oder karpathos.


Kommentar von lisa-nisi vom 08.04.2008 23:34:01

Das klingt ja sehr interessant (auch wenn wir jetzt erst mal Karpathos kennen lernen möchten) - aber: Freunde von uns waren in den 80ern - vielleicht auch frühen 90ern von Karpathos aus auf Kassos und fühlten sich als sehr "unwillkommen", sie meinten, hier wären Touristen gar nicht gern gesehen, sondern die Kassioten hätten ihnen direkt nahe gelegt, eher heute als morgen wieder die Insel zu verlassen... Kann das sein? Was meinst Du dazu? Oder hat es sich in den letzten 15 -20 Jahren grundlegend geändert?


Kommentar von lisa-nisi vom 08.04.2008 23:32:24

Das klingt ja sehr interessant (auch wenn wir jetzt erst mal Karpathos kennen lernen möchten) - aber: Freunde von uns waren in den 80ern - vielleicht auch frühen 90ern von Karpathos aus auf Kassos und fühlten sich als sehr "unwillkommen", sie meinten, hier wären Touristen gar nicht gern gesehen, sondern die Kassioten hätten ihnen direkt nahe gelegt, eher heute als morgen wieder die Insel zu verlassen... Kann das sein? Was meinst Du dazu? Oder hat es sich in den letzten 15 -20 Jahren grundlegend geändert?