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Königsgräber von Vergina

Von Megalos

Königsgräber von Vergina/Aigai

Am 8. November 1977 erfolgte die Bekanntgabe von der Entdeckung der Königlichen Gräber von Vergina (Nordgriechenland), durch den griechischen Archäologen Manolis Andronikos, Professor an der Aristoteles-Universität Thessaloniki.

Die Entdeckung war in der Archäologie eine Weltsensation. Sie war gleichzusetzen mit den Ausgrabungen von Troja und Mykene durch Heinrich Schliemann, oder auch die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun durch den Britten Howard Charter.

Im großen Grabhügel (Tumulus) 110m. im Durchmesser und 12m.Höhe, befinden sich 4 Gräber. Zwei vollständig erhaltene nicht geplünderte Zweikammer Tonnengewölbegräber, ein schon in der Antike geplündertes Schachtgrab, sowie ein weiteres vollständig zerstörtes Grab und einen zerstörten Heroon.

Bei der enormen Menge aus kostbaren Materialien (Gold, Silber, Bronze, Elfenbein), und auf höchstem künstlerischem Niveau gefertigten Grabeigaben, konnte es sich nur um Adelsgräber handeln. Eine aus über 9 kg. reinstem Gold gefertigte Larnax (truhenförmiger Sarg) mit den Überresten eines feuerbestatten Toten, war auf dem Deckel mit einem sechszehnstrahligen Sonnenstern verziert. Das Emblem makedonischer Könige aus der Temenid Dynastie, von dem das makedonische Königshaus der Argeaden abstammt, ein Herrschergeschlecht von Makedonien von ca, 800 bis 310 vor Chr. Professor Andronikos war überzeugt das Grab von König Philipp II., (ca. *382 †336 vor Chr.) Vater von Alexander dem Großen gefunden zu haben.

Die Identifizierung von Philipp II. ist heute umstritten.

Vergina befindet sich in Makedonien nur 12 km von der Stadt Veria, Hauptstadt der Präfektur Imathia entfernt. Hier wurde die antike Stadt Aigai gefunden. Aigai war bis ca. 400 v.Chr. die erste Hauptstadt des antiken Makedoniens. Dann wurde die Hauptstadt des makedonischen Königreiches nach Pella verlegt. Aber auch danach behielt die frühere Hauptstadt ihre einzigartige Stellung als geistliches Zentrum und Begräbnisstätte der makedonischen Könige. Dieser historische Fakt half bei der Identifikation von Verginas als man dort die königlichen Gräber fand.

Der große Grabhügel von Vergina hat vier Grabkammern, von denen das Größte, dass Grab Philipp II. sein könnte. Das einzigartige Museum wurde außen Natur belassen um die vier Gräber herum gebaut und hat somit im rekonstruierten Grabhügel seinen Platz. Im großen Tumulus findet man zwei vollständig erhaltende makedonische Tonnengewölbegräber und ein kastenförmiges Schachtgrab, welches schon in der Antike geplündert wurde, sowie ein weiteres zerstörtes Grab und ein zerstörter Heroon. Von dem größten Grab, mit einer großen Hauptkammer und einer etwas kleineren Vorkammer, einer Fassade die wie ein dorischer Tempel gestaltet ist, nimmt man an das es sich um das Grab Philipp II. dem Vater von Alexander dem Großen und Philipps letzter Frau Cleopatra Eurydike handelt. Beim 2. ebenfalls nicht zerstörten und ausgeplündertem Grab, handelt es sich um das Grab von Prinz Alexander IV. Sohn von Alexander dem Großen und letztem Nachfahre aus der Dynastie der Temeniden.

Ausführlich auf meiner Homepage. URL www.w-u-k-hopfner.de

Geschrieben 27.05.2009, Geändert 31.05.2009, 14863 x gelesen.

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