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Die schöne Frankosiriani

Von MM

Die Insel Syros (84 qkm) ist noch weitgehend vom Auslandstourismus verschont geblieben und wird in den Sommermonaten vorwiegend von Griechen besucht. Syros ist der Sitz der regionalen Verwaltung der Kykladen und die Inselhauptstadt Ermoupolis somit verwaltungsmäßige "Hauptstadt" der gesamten Inselgruppe.

Unter der Frankenherrschaft im 15. Jahrhundert trat die Mehrheit der Inselbewohner zum katholischen Glauben über. Daher leben heute auf Syros prozentual mehr Katholiken als irgendwo sonst in Griechenland. Hiervon erzählt das Lied "Frankosiriani" (es geht um ein hübsches katholisches Mädchen) des berühmten Komponisten und Sängers Markos Vamvakaris, der auf Syros geboren wurde. In Griechenland nennt man die Katholiken von Syros "Frankosiriani" (weibl.) und "Frankosirianos" (männl.), was ungefähr soviel heißt wie "fränkische/r Einwohner/in von Syros".

Überall auf der Insel gibt es Baudenkmäler aus dem Mittelalter sowie wunderschöne byzantinische und katholische Kirchen. Die Oberstadt von Ermoupolis "Ano Siros" hat noch ihr mittelalterliches Gepräge bewahrt. Ermoupolis selbst wurde 1822 gegründet und bietet viele Sehenswürdigkeiten (das kleine Stadttheater, das archäologische Museum, die Platia Miaoulis mit einem Denkmal des gleichnamigen griechischen Freiheitskämpfers.

Die Landschaft ist sehr gegensätzlich: der Norden ist bergig und trocken, im Süden findet man liebliche grüne Täler und malerische Dörfer. Hier haben wohlhabende Griechen Ferienhäuser für ihren Urlaub errichtet. Es gibt herrliche Sandstrände, die flach ins Wasser abfallen.

Ein Tipp für "Süßschnäbel": Loukoum, eine geleeartige, zuckrige Spezialität von Syros.

Geschrieben 11.09.2000, Geändert 11.09.2000, 2517 x gelesen.

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