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Sitia - Tor zu Ostkreta

Von schnuffel32

Sitia schmiegt sich in eine Bucht der östlichsten kretischen Präfektur, Lassithi. Das Städtchen zeichnet sich aus durch schöne Sandstrände aus und liegt etwa 135 Kilometer von der kretischen Hauptstadt Iraklio und etwa 65 Kilometer von Agios Nikolaos entfernt. Sitia wird schätzungsweise 4000 bis 5000 Einwohner haben.

Ehrlich gesagt gefällt uns Agios Nikolaos besser - dieser Ort versprüht einen gewissen kosmopolitischen Flair und wirkt überaus malerisch, vor allem durch den Süßwassersee im Ort, der im Mittelalter mit dem Meer verbunden wurde. Sitia hingegen befindet sich in einer weniger reizvollen, noch kargeren Gegend. Dennoch bietet sich das Städtchen als herausragender Ausgangspunkt zur Erkundung des östlichen Kreta an:

Etwa eine halbe Autostunde östlich von Sitia liegt der berühmte Palmenstrand von Vai. Die Straße schlängelt sich durch eine nahezu mondähnliche Landschaft. Umso überraschender ist es, ganz im Osten Kretas auf diesen Strand zu stoßen, an dem angeblich ein Bounty-Werbespot gedreht wurde. Tatsächlich ist das Gebiet ganz nett, der Strand jedoch ist nicht so groß, wie man sich das vorstellen würde, und außerdem recht teuer (Verpflegung, Filme etc.). Ein Ausflug dorthin lohnt sich dennoch, nicht nur wegen des schönen Wassers, sondern vor allem deshalb, weil Vai so weit entfernt von den Zentren Kretas liegt, dass dort - vergleichsweise - wenig Betrieb herrscht.

Südlich von Vai liegt das Dorf Zakros, und ein paar Kilometer weiter sind bei Kato Zakros die Überreste eines minoischen Palastes zu besichtigen. Im Vergleich zum beeindruckenden Knossos lohnt sich ein Abstecher allerdings nur für echte Kultur-Freaks.

Nach Zakros wird die Straße wieder breiter, und man gelangt zu einer Überraschung - praktisch das Ende der Welt (Kato Zakros). Aber was für eins. Kristallklares Wasser, vier, fünf Häuser und Ruhe, Ruhe, Ruhe...

Zwischen Zakros und Kato Zakros liegt das "Tal der Toten", imposant und relativ gut zu begehen. Überall meckern die Kri-Kri. Den Wanderer empfangen am Ende der Strecke in Kato Zakros nicht nur den tollen Meerblick, sondern auch richtig griechische Küche in den paar Tavernen.

Beeindruckend ist auch das schöne orthodoxe Kloster zwischen Ajia Fotia und Erimupoli, etwa 15 Kilometer östlich von Sitia, das eigentlich als Festungsanlage gebaut wurde. In Sitia selbst gibt es noch ein archäologisches Museum. Auch die Lassithi-Hochebene mit der Diktäischen Höhle liegt im erreichbaren Umkreis um Sitia (schöne Tropfsteinhöhle, angeblich Geburtsort des Zeus, es lohnt sich!).

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Gabi&Rolf

Geschrieben 28.04.2003, Geändert 28.04.2003, 2075 x gelesen.

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