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Schinoussa - wo der Esel noch Hauptverkehrsmittel ist

Von Katerina

Vor einigen Jahren (2000) im Frühsommer hatten wir uns die kleinen Ostkykladen Iraklia und Schinoussa zum Ziel gesetzt. Mit der neuen „Express Skopelitis“ kamen wir von Iraklia aus an – die Überfahrt dauerte nur knapp 15 Minuten.

Am Hafen Ormos Mersini warteten 2 oder 3 Zimmervermieter – gut, denn der Hauptort (heisst hier Panagia) befindet sich in Gegensatz zu den anderen Erimonisia nicht am Meer, sondern im Inselinneren, einen guten Kilometer vom Hafen entfernt – und wir wollten unser Gepäck ja nicht nach oben tragen (Taxi dürfte man vergeblich suchen, wozu auch bei nur 1,5 Kilometer Strasse?). So gingen wir mit der Vermieterin von „Agnadema“ mit. 8.000 Drachmen fürs DZ waren ja ein stolzer Preis für so eine abgelegene, „untouristische“ Insel, aber die Saison ist dort kurz, die Zimmer waren ziemlich neu und mit Klimaanlage und TV ausgestattet (beides brauchten wir zum Glück nicht). Dafür gab es einige entscheidene Mängel im Bad: der Duschvorhang zu eng (Modell „zweite Haut“), und der WC-Kasten rann (daher auch die kleine Plastikschaufel um das auf dem Boden stehende Wasser gen Abfluss zu schieben). Sonst war aber alles prima, und praktischerweise befand sich unter dem Zimmer eine Bäckerei mit Café, wo wir frühstücken konnten und den „tobenden Straßenverkehr“ beobachten konnten. Die Unterkunft befand sich nämlich an der „Straße“ nach Messaria, einem kleinen Weiler (20 Einwohner), und so ungefähr alle 20 bis 25 Minuten kam ein Einheimischer mit seinem Esel angeritten – heftig Staub aufwirbelnd, denn die Piste ist nicht geteert.

Viel tun kann man nicht auf Schinoussa: große Wanderungen gibt es nicht, denn alle Wege gehen von Panagia aus Richtung Küste. Wir wanderten über Messaria (bemerkenswert der unverputzte Glockenturm der dortigen Kirche) in etwa 40 Minuten zur Bucht von Psili Ammos. Einige wenige andere Badegäste waren auch da. Der Strand ist sehr schön, oleanderbewachsen. Auch eine Herde Ziegen tummelte sich dort. Schweisstreibend der Rückweg auf der staubigen Piste in glühender Hitze.Die nächsten Tage zogen wir zum Baden den Ortsstrand „Tsigouri“ 10 Minuten unterhalb von Panagia vor. Hier gab es unter Tamarisken genug Schatten und sogar einige Sonnenliegen (unbewacht und kostenlos), die Dorfjugend spielt im Wasser mit Surfbrettern und eine Taverne sorgte für Verpflegung. Sehr gemütlich!

Gut und riesige Portionen gegessen haben wir bei „Pothiti“, wo man in der Küche aus den Tagesessen auswählen konnte – die Küche lieber nicht so genau angucken - die Köchin auch nicht ;-). Der Fisch in der Taverne „Mersini“ am Hafen bekam uns dagegen nicht sehr, war wohl nicht so frisch wie man es auf einer solchen Insel meinen sollte.

Nach 3 beschaulichen Tagen zogen wir dann weiter nach Amorgos.

Geschrieben 04.03.2005, Geändert 04.03.2005, 2124 x gelesen.

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