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Traumurlaub Samos Mai 2009 - nach 20 Jahren!

Von Katinka

Samos Mai 2009

Erst mal, es war einfach unbeschreiblich schön!!!

Als wir am Flughafen Samos die Heimreise antraten sagte ich zu Gerhard: Das war mein schönster Urlaub! Trockener Kommentar von meinem Schätzchen: Das sagst Du immer!! Nein, es war wunderschön, in diesem Urlaub stimmte einfach alles, von der Ankunft bis zur Abreise.

Wir waren ja vor 20 Jahren das erste Mal auf Samos, weißt ja, unser erster gemeinsamer Griechenland Urlaub. Damals in Kokkari und nur mit Moped oder Bus unterwegs. Wir hatten beide nicht mehr soviel Erinnerungen an die Insel, natürlich sind wir auch nicht soviel rumgekommen, waren natürlich in Vathi, Pythagorion, Karlovassi, Manolates usw.

Vielleicht lags auch daran das wir frisch verliebt waren oder was auch immer.....

Eine unserer Lieblingstavernen am Potami-Strand, gab´s jedenfalls noch, wir haben damals einen herrlichen Sonnenuntergang dort verlebt.

Aber nun zu Samos 2009!

Wir hatten diesmal sehr angenehme Reisezeiten, sind ganz entspannt mit dem Zug nach Nürnberg gefahren und gegen 17.00 auf Samos, bei recht kräftigen Wind gelandet. Mir wurde schon ein bisschen mulmig wie der Flieger noch kurz vorm Aufsetzen noch ziemlich Schräglage hatte.

Mit dem Auto hat es auch gut geklappt, wir wurden mit unserem Namensschild empfangen. Wie angenehm ist der kleine Flughafen, man läuft über das Rollfeld zum Flughafengebäude, die Koffer kamen auch sofort und es war alles so entspannend, der Urlaub begann sofort.

Wir waren begeistert wie grün und blühend sich die Insel zeigte. Nach einer knappen Stunde die von mir immer wieder mit Begeisterungsrufen begleitet wurden, kamen wir in Votsalakia an. Bei unserem Abbieger stand an der Straße ein Mann mit einem uralten Pick-up und wartete auf den Bus. Wir vermuteten schon das es unser Gastgeber Dimitri war, war dann auch so. Er wartete noch auf 2 Gäste die mit uns ankamen.

Dimitri ist ein Künstler, ein ruhiger Grieche Mitte vierzig mit einer wilden Frisur, lange Locken zum Pferdeschwanz gebunden. Es musste erstmal geklärt werden das Gerhard ein Mann ist, es wurde nämlich Frau Gerhard Müller angekündigt.

Unser Apartment lag im 1.Stock, wir hatten einen Wohnschlafraum mit einem gemauerten Bett und kleiner Küchenzeile. Dann ging man durch einen Bogen in ein Erkerzimmer mit gemütlicher Essecke und mit tollem Blick auf den Kerkis. Das Schlafzimmer war wieder extra. Wir fühlten und von Anfang an wohl. Die Türen waren von Dimitri mit griechischen Motiven bemalt. Besonders schön war es auf dem mit Holz überdachten Balkon zu sitzen. Unser Blick ging in den Innenhof mit riesigen Bäumen, ein Traum, auch die herrliche Ruhe! Bis auf den Hahn von der Familie gegenüber, der mich die ersten Nächte gegen 4 Uhr weckte. Dem hab ich angedroht ihm den Hals umzudrehen!! War halt Natur, und sicher angenehmer als Motorradgeknattere!

Später haben wir uns auch die anderen Apartments oder Häuschen angeschaut. Jedes ist ganz individuell ausgestattet, keines gleicht dem anderen. Die Anlage ist sicher nicht die neueste und das ein oder andere müsste sicher auch renoviert werden, aber es war halt einfach griechisch schön!

Nach dem Auspacken ging es dann aber los, der Magen knurrte! Ist schon immer spannend die 1.Taverne auszusuchen.

Votsalakia ist ein lang gezogenes Straßendorf, hat eigentlich keine Ortskern. Es gibt unzählige Tavernen, die Wahl fiel schwer. Haben uns dann für das Blue Bhuket entschieden und auch sehr gut gegessen. Vom Haus gab es als Nachtisch ein Riesenstück Kuchen. Das es auch noch Retsina vom Fass gab machte das ganze perfekt.

Wieder zuhause haben wir lange auf unseren Balkon bis nach Mitternacht gesessen. Auch von Ingrid und Wolfgang, die wir letztes Jahr auf Lesbos kennenlernten, hatten wir inzwischen eine SMS bekommen, sie sind am Vormittag angekommen, wohnten auch in Votsalakia, allerdings am anderen Ende Richtung Limnionas.

Am nächsten Tag haben wir uns erst mal unser Örtchen angeschaut, waren vom Strand begeistert!

Wir fuhren erst nach Limnionas, dann weiter über Kallithea, ein sehr schönes Dorf, nach Drakei.

In Kallithea haben wir Mittag in der gleichnamigen Taverne sehr schön unter einer 100 Jahre alten Platane eine Kleinigkeit gegessen. Auf dem Rückweg sind wir dann zu den Ledra Apartments gefahren in denen Ingrid und Wolfgang wohnten. Das war eine Freude sich nach einem Jahr wieder zu sehen!

Abends waren wir dann zusammen essen und es gab natürlich jede Menge zu erzählen.

Donnerstag gings dann gleich auf große Fahrt. Über Marathokamos weiter nach Karlovassi. Damals hat uns das Städtchen gar nicht gefallen, aber diesmal fühlten wir uns dort ganz wohl. Saßen im Hafenviertel und beobachten eine Autofähre, die gerade aus Piräus ankam.

Irgendwie war uns noch nicht nach Rückfahrt und so sind wir weiter nach Kokkari. Das ist kein kleines Fischerörtchen mehr, es ist eine Menge gebaut, sehr viele Tavernen, wir erkannten kaum was wieder. Unser Haus von damals haben wir gefunden, ist aber rechts und links angebaut, der Garten ist gepflastert, da hätten wir uns nicht mehr wohlgefühlt. Trotzdem ist Kokkari nach wie vor ein hübsches Örtchen, in der Vorsaison auch nicht zu rummelig.

Dann noch ein Abstecher nach Vathi, die Hauptstraße eine riesige Baustelle, wir haben fast nichts wieder erkannt. Dann den gleichen Weg wieder zurück. Bei Karlovassi sind wir zum Potami Strand, unsere Taverne gab es noch!! Sind natürlich eingekehrt. Leider nur mittelmäßig das Essen, das Hack im Pastizio musste man suchen und das Mythos war mit 3 Euro das teuerste was wir auf der Insel tranken.

Zuhause angekommen haben wir ein sehr nettes holländisches Paar, Ton und Marianne kennengelernt und gleich ein Gläschen Retsina getrunken. Die beiden sind gerade aus Ikaria angekommen und hatten das Apartment unter uns.

Ja, am Freitag gings dann nach dem Frühstück erst mal an unseren Hausstrand. Wunderschön, menschenleer, kilometerlang!! Wir waren begeistert. Sind lange gelaufen, zum Baden war es uns etwas zu kalt. Mittags haben wir dann auch die gute Seele Chrisoula, die sich um die Apartments kümmert, kennengelernt. Sie ist eine ganz Liebe, und hatte uns einen Teller mit Obst ins Zimmer gestellt und sie drückte uns gleich noch 2 Decken in die Hand, die ersten Nächte waren noch recht frisch.

Abends waren wir mit Ingrid und Wolfgang bei Taverne Anna, in der Nähe der Ledra- Studios. Man sitzt sehr schön im Garten und auf der Terrasse kann man auch in die Töpfe gucken. Essen war o.k., Retsina vom Fass auch. Trotzdem waren nur ein Mal bei Anna, sie war nett aber vielleicht auch ein bisschen zu geschäftstüchtig, von ihr gabs auch nichts nach dem Essen. Nicht das ich das unbedingt brauche, wir können uns auch so einen Ouzo bestellen, aber da es fast überall etwas gab und wir zu viert auch kräftig gegessen hatten fanden wir es ein kleines bisschen kleinlich.

Samstag ging es erst Mal in das Bergdorf Kommaradei. Dort gibt es einige Handwerkerläden und Souvenirs mit typischen Inselprodukten. Wir waren im "Webstuhl", hatten im MM-Führer gelesen das die Besitzerin recht gerne Auskunft über die Insel gibt. War auch so, sie hat begeistert über die Insel erzählt und bei vielen Sachen gesagt: Da müssen sie einfach hin! Wir haben uns lange mit ihr unterhalten und auch vieles von ihr empfohlene aufgesucht.

Von Kommaradei sind wir weiter zum Moni Timiou Stavrou gefahren, ein sehenswertes Kloster. Anschließend haben wir auch noch Moni Megalis Panagias mit seiner schönen Kirche einen Besuch abgestattet. Das Kloster soll lange Zeit fast verlassen gewesen sein, heute sollen wieder 5 Mönche dort wohnen.

Dann weiter zum Heraion, wenn auch nicht mehr so viele Fundamente zu sehen sind, rentiert es sich doch durch das Gelände zu streifen.

Inzwischen meldete sich auch unser Magen, also ging es nach Ireon. Das Dörfchen ist ganz hübsch. Wir haben eine Super Taverne gefunden, das wäre unsere Lieblingstaverne geworden wenn wir dort unser Quartier gehabt hätten. Sie heißt O Glaros, im Fischerviertel, das Essen war spitzenmäßig, die Mama sehr nett und das schönste war das man in die Küche sollte. Haben leckere Zucchinikeftedes, selbstgemachte Dolmades und Schweinfleisch mit Kartoffel gegessen. Natürlich viel zu viel, aber wenn man das so in der Küche sieht....

Die Rückfahrt war auch wunderschön, über Spatharei nach Pirgos. Man fährt durch Obstplantagen, Gemüsefelder und Weingärten. Leider hat hier das Großfeuer 2000 hier besonders gewütet, die Spuren sind rund um die Dörfer noch überall zu sehen.

Am Sonntag morgen gings in unser Nachbarörtchen Ormos Marathokampou, eine hübsche kleine Küstensiedlung, alles geht geruhsam zu.Wäre auch ein gutes Standquartier.

Haben dort eine ganze Zeit die Fischer beobachtet. Dann weiter über Koumeika, ein kleines Dörfchen mit schöner Platia nach Balos. Der Strand von Balos ist überwiegend aus Grobkies, aber recht schön. Dann saßen wir in einer kleinen Taverne am Meer und wurden von Ingrid und Wolfgang aufgespürt! Die beiden hatten am Tag die gleiche Route gewählt und da sie auch von Ormos so begeistert waren, sind wir abends gemeinsam dorthin zum Essen gefahren. Ganz lecker haben wir in der Taverne Lekatis an der östlichen Uferpromenade gegessen.

Am Montag stand Platanos auf dem Programm. Eine herrliche Fahrt durch Weinterrassen. Das Dorf liegt auf ca. 550 Metern und hat eine schöne Platia und ein schönes altes Brunnenhaus.

Dann weiter nach Manolates, an das wir uns noch recht gut erinnern konnten. Einfach schön durch das Örtchen zu streifen und einen Frappé zu trinken. Da wir schon so weit gefahren sind haben wir uns auch noch Vourliotes angeschaut. Die Strecke dorthin ist auch wunderschön, parken sollte man am Ortsrand. Sind an der Platia vorbei und waren nach ca. 50 m bei Christo (ein Tipp aus dem Greece-Forum). Hat sich gelohnt! Christo kocht selbst, und das Essen war sooooo gut!! Tomatenkeftedes, die kleinen Souvlaki, toller Salat und eigener Wein. Da hätt ich Stunden sitzen können, aber wir hatten ja noch ein ganzes Stück nach Hause.

Dienstag, 12.5. fuhren wir zum Moni Agias Triadas, Richtung Mytilini. Der Weg ist gut beschildert. Das Kloster hat auch eine recht schöne Kirche, ein alter Mönch lebt noch dort mit einigen Katzen und Hunden. Er sperrte uns die Kirche auf, vorher scheint er ein Schläfchen gemacht zu haben und hat sich eilig sein Gewand übergezogen als er uns sah.

Dann weiter zum Kloster Spilianis, oberhalb von Pythagorio. Von der Terrasse aus hat man einen tollen Blick über den Ort. Vom Kirchhof aus geht es über ein paar Stufen in eine kleine Höhle mit einer kleinen hellblauen Kapelle. Daran konnten wir uns auch wieder erinnern.

Anschließend sind wir weiter zum Psili Amos Strand. Es war verhältnismäßig viel los, viele Liegen, so sind wir dann lieber zum Mykalis Strand an dem nur eine Handvoll Menschen waren.

Abends waren wir in der Taverne Leonidas in Votsalakia mit Ingrid und Wolfgang. Haben ganz lecker gegessen, diese Taverne kann man wirklich empfehlen! Auch köstlich der Retsina vom Fass! Als Nachtisch bekamen wir ganz köstliche Lokoumades!

Am Mittwoch war ein richtig heißer Tag, so das Hausstrand und ausgiebiges Schwimmen angesagt war. Nachdem es uns am Tag zuvor so gut bei Leonidas geschmeckt hat, ging es am Abend auf allgemeinen Wunsch wieder dort hin. Wieder super und zu den Lokoumades bekamen wir auch noch einen Ouzo! Die ganze Familie ist sehr nett und hat sich natürlich gefreut das wir wieder da waren.

Donnerstag gings nach Kallithea. Wir sind oberhalb des Örtchens noch ein ein Stück Richtung Friedhof gefahren und dann zur Höhlenkirche Panagia Makrini gelaufen. An diesem Tag war es auch sehr heiß, zum Glück läuft man teilweise im Schatten. Nach ca. 11/2 Stunden waren wir am Kirchlein. Wegen seiner Fresken aus dem 14. Jahrhundert ist es das berühmteste der uralten Kirchen die es im Umfeld von Kallithea gleich mehrere gibt. Auch auch dieser Wanderung sahen wir keine Menschenseele.

Am Abend haben wir die Taverne am Anfang von Votsalakia "Nick the Greek" getestet. Man sitzt sehr schön direkt am Meer, und das Essen war sehr gut! Nick spricht sehr gut deutsch, und man muss ihn einfach gern haben. Einen großen Ouzo gab es auch, also alles perfekt.

Freitag zeigte das Thermometer 33 Grad, ganz ordentlich für Mitte Mai. Wir sind deshalb auch schon etwas zeitiger morgens los, wir wollten zur Pythagoros-Cave laufen. Ein Stück konnte man noch fahren, aber 1 Stunde Fußmarsch war es dann doch. Das letzte Stück war recht anstrengend, es geht fast 300!! Stufen hoch zur Höhle. Auf dem Rückweg haben wir dann Kräuter gesammelt, Thymian, Oregano und Salbei, die dann in unserem Zimmer herrlich dufteten.
Abends gingen wir gemeinsam zu Leonidas.

Samstag sind wir wieder kurz vor Kallithea eine steile kurvige Piste zum Weiler Agios Isidoros gefahren. Dort ist noch eine Werft in Betrieb und man kann den Arbeitern beim Bauen der Kaikia zuschauen.

Nach einem ausgiebigen Strandnachmittag sind wie abends mit Ingrid und Wolfgang ins Nachbarörtchen Ormos gefahren und haben wieder sehr gut bei Lekatis gegessen. Samstag Abend waren natürlich viele Einheimische da, und es ging dementsprechend laut und lustig zu.

Zuhause angekommen, saßen "unsere" Holländer Ton und Marianne noch auf ihrer Terrasse, und wir sind nicht vorbeigekommen. Haben noch einen recht lustigen Abend bei ausgiebig Wein und griechischer Musik verlebt und gar nicht gemerkt das es schon 2 Uhr morgens war als wir unsere Treppe hochstiegen.

Sonntag bummelten wir erst mal durch Marathokampos. An einem kleinen alten Haus spielten viele kleine Katzen, wir fotografierten und dann ging die Türe auf und eine ältere Frau kam heraus. Wir unterhielten uns so gut es ging mit ihr und wir sollten dann mit in ihr Häuschen, oder besser gesagt Zimmer. Hinter dem Zimmer war durch einen Vorhang abgeteilt die vollgestopfte, schmuddelige Küche in der es kräftig bruzelte. Überall Katzen, auf dem Tisch, Kühlschrank usw. Dann mussten wir aus der Pfanne Keftedes essen, ich dachte nur, danach schnellstens einen Tsipouro!! Ging zum Glück alles gut!

Wir fuhren dann weiter nach Nikoloudes, sehr einsam aber landschaftlich wunderschön. Dann über Kosmadei, ein kleines Bergdorf das sogar ein Kafenion hat und die alte Straße zurück nach Marathokampos. Den Abend haben wir bei Leonidas verbracht.

Montag sind wir mit Ingrid und Wolfgang nach Karolvassi gefahren, und haben von Potami die Wanderung zu den Seitani-Stränden gemacht. Ich kann Dir sagen, es war ein Traum! Landschaftlich unbeschreiblich schön, immer wieder tolle Blicke auf´s Meer. Nach ca. 50 Minuten erreicht man Mikro-Seitani. Am Ende der Bucht steigt man wieder hoch und wandert über einen Pfad zum Megalo Seitani. Einfach paradiesisch! Wir haben gebadet und uns unter den Bäumen unsere Rucksackverpflegung schmecken lassen.

Am Abend ging es mit Ton, Marianne, Ingrid und Wolfgang zu Leonidas. Für Ingrid und Wolfgang war es der letzte Abend in Votsalakia, sie haben noch eine Woche in Kokkari verbracht.

Dienstag war Faulenzertag an unserem Hausstrand und abends ging es mal wieder zu Nick the Greek, wieder super lecker!

Mittwoch vormittags sind wir durch Pythagorion gebummelt und haben ein bisschen was eingekauft. Dann weiter nach Kerveli, eine schöne kleine Bucht mit schmalem Kiesstrand und Tamarisken die ausreichend Schatten bieten. Es soll 2 Tavernen geben, aber wir haben nur eine gesehen, oder die andere hatte noch nicht geöffnet. Die 1. Taverne die man bereits bei der Anfahrt sieht, sollte man unserer Meinung nach meiden. Eigentlich wollten wir eine Kleinigkeit essen, fanden es aber unverschämt teuer und der Besitzer war uns auch unsympathisch, wirkte sehr arrogant. Als wir dann nur einen Frappé bestellten, hat er die Augenbrauen hochgezogen und gefragt: Nur Kaffee?? Schade das keine Konkurrenz da ist, denn die Bucht ist wirklich schön.

Dann weiter nach Posidonio, die Straße ist gut zu fahren, und die Türkei liegt zum Greifen nah.

Wir fuhren dann wieder Richtung Samos-Stadt und auf dem Weg lag Moni Agia Zoni. Leider wird gerade renoviert und man konnte nicht in das Kloster. Beim Nonnenkloster Zoodochos Pigi hatten wir auch Pech. Wir waren außerhalb der Öffnungszeiten dort aber der tolle Blick in 300 m Höhe entschädigte uns dafür.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Pefkos-Beach. Auch sehr idyllisch, es gibt eine Taverne die sogar geöffnet hatte.

Donnerstag, 21.05.
In der Nacht war kräftiger Wind, am Morgen aber wieder herrliches Wetter. Wir sind von zuhause aus den Strand längs Richtung Psili Amos gelaufen. Irgendwann auf dem Weg muss man aber ziemlich große Steine überwinden, der Weg ist nicht so schön. Nachmittags sind wir nach Agios Konstantinos gefahren. Es besteht eigentlich aus 2 Ortsteilen, ein kleiner Weiler unterhalb des Berges, und der Küstensiedlung. Der Strand ist recht schmal mit Felsblöcken als Wellenbrecher gegen die Brandung. Es gibt einige Tavernen die recht nett aussahen, aber wir fuhren weiter nach Vourliotes um uns mit Ingrid und Wolfgang zu treffen. Über einen Eselspfad sind wir dann zusammen zum Moni Vronta gelaufen. Leider war auch das Kloster nicht zu besichtigen. Das Feuer 2000 hat die Außenmauern stark beschädigt, die Kirche soll zum Glück verschont geblieben sein. Mit den Renovierungsarbeiten ist zumindest begonnen worden.
Aber dann das Highlight!!
Das Essen bei Christo!! Er hat sich sehr gefreut als er uns wiedersah. Alle haben wir die Souvlaki Platte gegessen. 5 kleine Souvlaki, Pita, Salat, alles frisch zubereitet und nur bei großen Hunger zu schaffen! Und das alles für 6,60 Euro! Der Wein, ein Traum! Die älteren Griechen die noch bei Christo saßen haben sich glaub ich, sehr über uns amüsiert! Schade das wir noch die Fahrt vor uns hatten, da wären wir ohne Auto wahrscheinlich versumpft!!

Freitag haben wir uns den ganzen Tag dem Strandleben hingegeben und den Abend bei Nick the Greek verbracht. Essen und Stimmung wieder mal super!

Samstag sind wir morgens nach Limnionas. Der Strand ist sehr schön, allerdings kein bisschen Schatten. Wir sind dann bis zu den Katina Studios gefahren, haben dort das Auto abgestellt und ca. 45 Minuten bis zur Taverne "End of the World" gelaufen. Der Weg ist wunderschön. Dann noch ein Stück bergauf und nach 20 Minuten waren wir in einer kleinen Kiesbucht, und haben dort ein Päuschen gemacht. Auf dem Rückweg sind wir dann aber nicht an der Taverne End of the World vorbei gekommen. Eigentlich war noch nicht geöffnet, aber der Besitzer Andreas hat gesagt das seine österreichische Frau gefüllte Zucchiniblüten frisch gemacht hat, und so haben wir eine Riesenportion bekommen. Sehr, sehr lecker! Wir sind eine ganze Weile geblieben und haben uns mit den beiden unterhalten und den wunderschönen Blick genossen.

Sonntags ging es zum Balos-Strand. Es war einiges los, viele Griechen mit ihren Familien. Wir hatten uns wieder mit Ingrid und Wolfgang verabredet, irgendwie kamen wir nicht voneinander los, und sind dann gemeinsam zu Stella. Diese Taverne ist einfach ein Muss!! Sie liegt ziemlich versteckt, man sitzt wunderschön unter alten Bäumen. Wir waren zum ersten Mal da, Ingrid und Wolfgang bereits das 3.Mal. Sie hatten auch vorher angerufen und Huhn und Ziege aus dem Backofen vorbestellt. War das lecker!! Vorher gab es Halloumi und Gemüse und ihr eigenes Öl mit Kräutern. Das Brot, mir läuft das Wasser im Mund zusammen, selbstgebacken und in das Öl getunkt, ein Genuss!
Als Nachtisch haben wir Loukomades und Samos-Wein bekommen. Stella und ihren Sohn Kyriakos muss man einfach lieben, es war so ein schöner Abend! Die beiden haben uns dann noch zu unseren Autos gebracht. Jeder von uns bekam eine kleine, 250 ml Flasche Olivenöl als Abschiedsgeschenk, und das obwohl wir nur einmal da waren!! In dieser Taverne werden wir bei unserem nächsten Samosurlaub öfter sein!

Oben an der Straße haben sich unsere Wege dann getrennt, für Ingrid u. Wolfgang ging es ja nach Kokkari, wir hatten nur ca. 15 Fahrminuten vor uns.

Lange saßen wir dann noch auf unserem Balkon und haben von dem schönen Abend gesprochen.

Montag haben wir es gemütlich ausklingen lassen und unseren letzten Abend haben wir bei Nick verbracht.

Dienstag haben wir morgens noch mal das Meer genossen, mittags unsere Reste gegessen und uns von Dimitri verabschiedet.

Chrisoula unser Hausmädchen hatte mir ja die Tage vorher ein Päckchen überreicht. Ich habe ein Mobile von ihr bekommen, aus Glas mit Delfinen und Muscheln, das war so rührend, beim Klingeln sollen wir immer an sie denken und das sie auf uns wartet! Wir haben uns so sehr darüber gefreut, da bekommt man von einer Angestellten etwas geschenkt!

Dann ging es schweren Herzens zum Flughafen, der Flug war erst abends und den werd ich so schnell auch nicht vergessen. Sehr unruhig, Unwetter, und das fast 1 Stunde. War schon leicht panisch muss ich gestehen. Wir sind dann eine ganze Zeit über Nürnberg gekreist und haben bei der Landung erfahren das die Maschine aus Berlin nach München in Nürnberg wegen Totalsperrung des Münchner Flughafens landen musste. Die Fluggäste wurden dann mit Bussen nach München gebracht.

Die Bahnfahrt dauerte dann doppelt solange, ständig standen wir auf Grund Störungen auf der Strecke. Wir waren dann noch lange auf, haben uns ein fränkisches Bier schmecken lassen und haben von Samos geträumt.

Fazit, es war ein Traumurlaub und am liebsten würde ich nächstes Jahr wieder auf Samos sein. Es hat einfach alles gestimmt!

Allen Samos Freunden einen wunderschönen Urlaub mit tollen Erlebnissen!!

Geschrieben 19.07.2009, Geändert 20.07.2009, 7996 x gelesen.

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