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Erinnerungen an die Samaria Schlucht in den 80igern

Von Leonora

Wenn ich die heutigen Berichte über die Schlucht lese, kommen in mir die Erinnerungen an den 29. April 1981 hoch.

Wir waren mit Freunden in einem Leihwagen morgens um 6 Uhr von Chania auf die Omalos Hochebene gefahren, fanden den Parkplatz leer und begannen den langen Abstieg in die Schlucht. Es war einfach traumhaft schön. Als einzige Wanderer bummelten wir gemütlich die tausend Höhenmeter hinunter, bewunderten die vielen Blumen und die Aussicht, konnten in Ruhe fotografieren - schließlich hatten wir den ganzen Tag Zeit.

Am Grund der Schlucht erwartete uns zwar viel Wasser im Bach, aber darauf waren wir vorbereitet. Neben Bergstiefeln hatten wir Turnschuhe dabei, um gefahrlos den doch ziemlich reißenden Bach zu durchqueren, und das mehrmals. Daß unsere Jeans bis oben hin naß wurden, störte nicht - bis zum Meer waren sie wieder trocken. An der engsten Stelle der Schlucht ging uns das Wasser immerhin bis über die Knie.

In der ganzen Schlucht trafen wir keinen Menschen. Keine Rede von "Esel-Taxis" und Kontrollgängen der Wildhüter. Vom Parkplatz bis zum Meer waren wir sicher sechs bis sieben Stunden unterwegs - und es war eine unvergesslich schöne Wanderung. Am späten Nachmittag brachte uns das Schiff zurück und der Bus wieder nach Chania.

Wenn ich an den Rummel denke, der heute in der Schlucht stattfindet, wird mir die Erinnerung doppelt kostbar.

Geschrieben 26.04.2007, Geändert 26.04.2007, 1805 x gelesen.

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