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Psará – Freiheit oder Tod

Von Katerina

Psará ist von beeindruckender Trockenheit. Oft sind wir bei Flügen nach Rhodos, Kos oder Samos über diese Insel geflogen und staunten über diese – selbst für ägäische Verhältnisse – unglaublich braungelbe, karge und unbewohnt wirkende Insel. Nur in einem Zipfel im äußersten Südwesten ballt sich der Hauptort Chora, in dem die meisten der 458 Inseleinwohner leben.

In September 2013 fuhren wir mit der Fähre „Aqua Maria“ von Lavrio aus in sechseinhalb Stunden nach Psara.
Die Insel bietet zahlreiche schöne und lange Strände mit Kies oder Sand, die man in der Nachsaison für sich alleine hat.

Einen Ausflug wert ist das Kloster Kimisi tou Theotokou im Nordosten der Insel. Wenn man keine Mitfahrgelegenheit erwischt muss man aber per pedes dorthin – es gibt keine Busse oder Taxis auf Psara. Dafür sind die Einwohner sehr hilfsbereit.

Im Ausland ist Psara kaum bekannt, aber den Griechen ist die Insel ein Begriff, weil sich im Jahr 1824 eine Tragödie des griechischen Freiheitskampfes dort abspielte. Nach dem Massaker von Chios waren zehntausende Griechen geflüchtet, auch nach Psara. Die Insel hatte damals eine große Handelsflotte und ungefähr 7.000 Einwohner. Zusammen mit den Flüchtlingen aus Chios sollen sich 20.000 Menschen auf der Insel gedrängt haben als die Osmanen 1824 die Insel einnahmen und die Griechen töteten oder versklavt soweit sie nicht noch fliehen konnten.
Zahlreiche Griechen hatten sich in die Burg auf dem schwarzen Felsen/Rücken „Mavri Rachi“ unweit der Chora geflüchtet. Als die Lage aussichtslos war, sprengten sie sich und die Burg samt zahlreichen Feinden in die Luft….
Der Dichter Dionysios Solomos machte dieses Geschehen in einem Gedicht unsterblich.
"Auf den schwarzen Bergrücken von Psara wandelt allein der Ruhm....."

Die Inselflagge enthält denn auch berühmten Spruch „„Eleftheria i Thanatos“ - Freiheit oder Tod!

Heute ist die Insel ausgesprochen beschaulich, der „Schwarze Rücken“ bietet eine schöne Übersicht über den Inselsüden und magische Sonnenuntergänge während man von Eleonorenfalken umflogen wird.
Auf die Historie stößt man allerdings immer wieder – wegen der zahlreichen Heldenbüsten und Mahnmäler.

Mehr über Psara gibt es auf meiner Website unter www.nissomanie.de/nordost%C3%A4g%C3%A4is /psara/


Geschrieben 07.11.2013, Geändert 07.11.2013, 1341 x gelesen.

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