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Der Wasserfall der Neda

Von Uwe

Nachdem man die Fahrt von Platania hinunter zur Neda heil überstanden hat, muss man den Weg zum Wasserfall zu Fuß fortsetzen. Feste Schuhe sind unbedingt zu empfehlen. Zunächst überquert man die alte Bogenbrücke. Dann geht es nach links flussabwärts. Der Fußweg geht in einigen Windungen zunächst bergauf und man läuft teilweise hoch über dem Fluss. Es geht immer wieder auf ausgetretenen Stufen bergauf und bergab. Die Geländer sind teilweise sehr wackelig.

Nach ca. 30 Minuten erreicht man den Wasserfall. Rechts liegt ein kleines rundes Becken, in das das Wasser aus einigen Metern herunter fällt. Über den Auslauf dieses Beckens führt ein wackeliger Steg. Das Wasser fließt links über mehrere Stufen hinunter in das Flussbett der Neda, das sich hier schon sehr verengt hat. An den Felsen sind Seile quasi als Geländer befestigt. Sie ermöglichen einen recht sicheren Abstieg zur Neda. Auch im Flussbett sind Seile gespannt, die es den ganz Mutigen erlauben, das Flussbett zu begehen. Hinter dem Wasserfall fließt die Neda durch eine schmale, zu beiden Seiten steil aufragende Schlucht.

Kurz hinter dem Wasserfall, oberhalb der engen Schlucht liegt eine kleine weiße Kapelle. Gleich dahinter befindet sich eine schmale Nische im Felsen, in der ein Altar in den Fels gehauen wurde. Vom Felsrand dort oben hat man in den guten Blick in die Schlucht der Neda. Auch wenn sich die Wassermassen in Grenzen hielten, fand ich den Ausflug lohnenswert.

Als wir uns in unserem Stammlokal über den Ausflug unterhielten, war ich nicht mehr sicher, den kompletten Wasserfall gesehen zu haben. War der Wasserfall, der rechts in das runde Becken fällt, nun der oberste Teil direkt hinter der Quelle? Ich war dem Wegweiser zur Quelle gefolgt und hatte von oben in das Becken schauen können. Einen weiteren Wasserfall habe ich dort nicht gesehen, aber auch nicht gesucht. Die im Reiseführer angegebenen 40 m über alle Stufen hinweg kann ich allerdings auch nicht bestätigen. Vielleicht kann ein Leser dieses Berichts, der auch schon einmal dort war, meine Zweifel beseitigen.

Ein deutsches Ehepaar, mit dem wir am Wasserfall sprachen, meinte, es gebe weiter flussaufwärts noch weitere Wasserfälle. Reiseführer geben zu diesem Thema wenig her, in nur einem meiner Reiseführer ist der Wasserfall überhaupt erwähnt (siehe Auszug unten). Ich werde mal sehen, ob ich im nächsten Urlaub eine Wanderkarte mit weiteren Details von dieser Gegend finde. Es gibt also noch genug zu erforschen. Die Frage ist nur, ob wir uns ein 2. Mal auf die Piste hinunter zur Neda wagen.

Auszug aus Kunst- und Reiseführer von Richard Speich

Figalia: 20 Minuten östlich des Dorfes entspringt eine Quelle und stürzt als Wasserfall Áspra Néra (weiße Wasser) in mehreren Absätzen etwa 40 m hinab zur Néda, deren Tal sich hier zu einer tiefen Schlucht verengt. Etwa 2 km unterhalb des Dorfes verschwindet der Fluß, nachdem er sich durch eine gewundene Schlucht gezwängt hat, in einem natürlichen 100 m langen Tunnel, der sich aus herabgestürzten Blöcken und Erdreich gebildet hat. Am Eingang des Schlundes lag in der Antike das Heiligtum der schwarzen Deméter, einer pferdeköpfigen Gottheit, die hier um den Verlust ihrer von Hades entführten Tochter Kore trauerte. Jetzt steht hier eine kleine Kapelle und die Stelle heißt Stómion tís Panagíes (Schlund der Panagia). Etwas oberhalb des Schlundes führt eine Brücke über den Fluss. Man kommt auf einem Weg dorthin, der 3 km unterhalb Perivólia von der Strasse abzweigt.

Geschrieben 27.03.2004, Geändert 27.03.2004, 5781 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von Annette G. vom 21.07.2013 23:25:09

Hallihallo, wir waren heute bei den Wasserfällen. Uwe hat in der Tat das Beste verpasst, denn man kommt wenige Minuten nach einem weiteren Aufstieg (auf die roten Pfeile achten!) zu einem weiteren wirklich wunderschönen Wasserfall. Mir war das Wasser zu kalt, aber weniger empfindliche Menschen können dort an dem leicht zugänglichen "See" ein Bad nehmen und sich erfrischen. Der Weg ist allerdings nicht ganz ungefährlich, mit kleinen Kinder nicht zu empfehlen! Unser Mietwagen (kleiner Nissan Micra) hatte im übrigen ganz schöne Schwierigkeiten den Sandweg wieder hoch zu kommen.. Insgesamt war es jedoch ein sehr schöner Ausflug (wir waren vorher auf dem Bauernmarkt in Kopanaki. Leider ein wenig zu spät, ab 12:30 Uhr haben die ersten Stände eingeräumt).


Kommentar von Annette G. vom 21.07.2013 23:25:00

Hallihallo, wir waren heute bei den Wasserfällen. Uwe hat in der Tat das Beste verpasst, denn man kommt wenige Minuten nach einem weiteren Aufstieg (auf die roten Pfeile achten!) zu einem weiteren wirklich wunderschönen Wasserfall. Mir war das Wasser zu kalt, aber weniger empfindliche Menschen können dort an dem leicht zugänglichen "See" ein Bad nehmen und sich erfrischen. Der Weg ist allerdings nicht ganz ungefährlich, mit kleinen Kinder nicht zu empfehlen! Unser Mietwagen (kleiner Nissan Micra) hatte im übrigen ganz schöne Schwierigkeiten den Sandweg wieder hoch zu kommen.. Insgesamt war es jedoch ein sehr schöner Ausflug (wir waren vorher auf dem Bauernmarkt in Kopanaki. Leider ein wenig zu spät, ab 12:30 Uhr haben die ersten Stände eingeräumt).