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Stausee abseits der Touristenpfade

Von namorK

Schon immer hat mich der große Plastira-Stausee im thessalischen Hinterland auf der Landkarte fasziniert. Es lag also nahe, bei meiner letzten Griechenlandreise diesen See in unsere Tour einzubinden.

Die Gegend um den See war - wie zu erwarten - wunderschön, wenn auch nicht typisch griechisch. Es gibt eine asphaltierte Straße um den See, die eigentlich alles wichtige erschließt. Die Staumauer befindet sich im Süden des Sees und man kann diese mit dem eigenen Pkw passieren (der Abschnitt weist nur einen Fahrstreifen auf, es gibt eine Ampelregelung).

Beginnen wir die Runde an der Staumauer im Uhrzeigersinn: Bald nach der Staumauer gibt es einen kleinen Wanderweg (etwa 20 Min.) zu einem Aussichtspunkt, von dem man die Staumauer von oben gut einsehen kann. Ein Stück weiter zweigt eine asphaltierte Straße zum nett gelegenen Pelikitis-Kloster (bis dorthin asphaltiert, aber recht steil). Das unbewohnte Kloster hat fixe Öffnungszeiten, die an einer Tafel vor Ort angeschrieben sind (damals nachmittags ab 16:00 Uhr). Von hier hat man eine schöne Panoramasicht über den See.

Weiter der Uferstraße folgend kommt man nach Kalibia, wo es einige touristische Infrastruktur gibt, so zum Beispiel Restaurants direkt an der Ringstraße (hier werden fangfrische Forellen zubereitet!). Hier gibt es auch eine der wenigen Stichstraßen hinunter zum Ufer, wo sich ein Badeplatz und ein Bootsverleih befindet.

Man lässt die Abzeigung Richtung Trikala links liegen und umrundet die Nordspitze des Sees. Hier gibt es ebenfalls einige Herbergen, weitab von Ortschaften mit Blick auf den See (dort haben wir einige Tage verbracht). Die Landschaft ist von hier an weit weniger gebirgig als der bisherige Teil. Vorbei an Morfovouni mit Abzweigung Richtung Karditsa gelangt man zum zweiten Kloster im Breich des Sees, dem Koronis-Kloster. Von hier hat man keinen Blick zum See, das Kloster ist bewohnt und scheint untertags regelmäßig offen zu stehen, das Fotografieren ist hier selbst im Hof vor der Kirche verboten (und wird auch streng kontolliert - warum eigentlich?). Da das Kloster von Hügeln umgeben ist, kann man jedoch ein Erinnerungsfoto aus der Distanz erstellen.

Weiter nach Süden kommt man wieder zum See, einige Stellen ermöglichen den direkten Zugang zum See (hier gibt es auch einen offiziellen Wanderweg am Ufer entlang), bevor man das letzte Dorf Moucha passiert und wieder zur Staumauer gelangt, wo an einigen Ständen Erfrischungen und Süßigkeiten verkauft werden.

Noch ein Wort zum See: durch den schwankenden Wasserspiegel ist im Sommer das Seeufer von einem vegetationslosen Streifen aus einem Gemisch von Erde und Schlamm umgeben, im gebirgigeren Abschnitt sind es Felsen. Als einen reinen Badesee kann man den See also nicht bezeichnen. Es ist aber an mehreren Stellen möglich, kurz einmal in den See zu springen und eine Runde zu schwimmen. Die schöne Landschaft entschädigt aber dieses Manko bei Weitem.

Geschrieben 02.08.2007, Geändert 26.11.2007, 1261 x gelesen.

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