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Methoni - eine der ersten Schulen in Griechenland wurde wieder aufgebaut

Von Jorgos Milonas

Methoni Schule

Methoni Schule
Von Jorgos Milonas

Methoni – eines der ältesten griechischen Schulgebäuden wurde saniert...
Zwischen den Ruinen einer frühchristlichen Basilika und einer uralten, die aus der venezianischen Zeit Methoni stammen soll, befindet sich eine „europäisch“-archä ologische Baustelle…“ das war noch vor einem Jahr…
„… es ging um die Sanierung einer neugeschichtlichen griechischen Schule, gegründet nach der Befreiung, vom ersten Premier Kapodistriakos...“ und Herr Exarcheas ergänzt noch:…“es handelt sich hier um das Gebäude einer der ersten Schulen von ganz Griechenland. Die Tatsache ist, dass der erste Premier des von den Türken befreiten Griechenlands Kapodistriakos, seines Namens Iwan Alexejewitsch „Capo d‘ Istria“, schon kurz nach 1828 diese Schule iniziiert hat. .

Seit wenigen Wochen ist der Bau/Renovation beendet und man erfreut sich, wenigstens von aussen, des Anblicks auf die Fassade, das schöne Dach und die fachmännisch ausgeführten Schreinerarbeiten an den Türen und Fenstern. Die Umgebung bedarf noch einiger Verschönerung.
Die schule bleibt vorläufig geschlossen. Selbst Einheimische wissen nicht, wer für die Bewirtschaftung zuständig ist – ist es das Archeologische Amt in Kalamata ?

Zur Geschichte:
am verlässlichsten zeigen sich die Ausführungen des bauführenden Architekten und seiner Kollegin: die Schule wurde 1829 gegründet und 1830 in Betrieb genommen. Es war nicht der Unterrichtstyp, den wir heute allgemein kennen. Der Schulname Alilodidaktio bedeutet in etwa so viel wie ‚gegenseitiger Unterricht‘. Die wissensstärkeren Jahrgänge vermittelten ihr Wissen den jüngeren Mitschülern. Alles geschah unter der Leitung eines einzigen Schulleiters, oder des Lehrer-Direktors. Sein Name soll Rumpfos gewesen sein, was wiederum der Chefwächter der Methoni Burg aus anderer Quellen zu ergänzen weiss. Man spekuliert, dass der Name Rumpfos ursprünglich deutsch sein könnte. Die letzten Schüler haben die Schule in den Dreissigern verlassen, seit dem zerfällt das Gebäude. Von dem Innenputz, den Dekorationen und ev. Verzierungen sind sozusagen nichts erhalten geblieben. Einige wenige Putzreste wurden konserviert. Die Schule diente noch einmal in den Jahren um den 2. WK als Obdach. Aus dieser Zeit stammt auch die Wandaufschrift: „Gute Frau ist eine gebildete Frau…“ Diese Aussage deckt sich haargenau mit einem Zitat aus dem Koran – ein Zufall oder einfach Allgemeingut, das aber nur selten zur Anwendung kam ?

Das Projekt, unterstütz mit 660000 Euro von der EU, datiert 2007 – 2013. Auf meine Frage, warum die Arbeiten erst ca. seit einem Jahr in Angriff genommen wurden, bekam ich eine schon so oft gehörte Antwort: „wissen Sie, die Bewilligungen hier zu Lande brauchen sehr viele Unterschriften und gehen zuerst durch sehr viele Hände…“

Ende gut alles gut - die Schule steht wieder, sieht gut aus und wird bald, hoffentlich, auch der reisenden Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Text und Fotos:
Jorgos Milonas, Methoni

Geschrieben 09.05.2016, Geändert 09.05.2016, 1135 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von Jorgos Milonas vom 10.06.2016 07:51:05

Errata, es fehlt ein Wort, im ersten Absatz, dritte Zeile: ...und einer uralten STEINBRÜCKE, die aus der venezianischen Zeit Methoni'S stammen soll,...
(leider gibt es keine Möglichkeit in den eigenen Text einzugreifen, z.B. für Korekturen oder spätere Ergänzungen, so wie es in redaktionellen Systemen möglich sein könnte...)