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Aufstieg zum Frauenkloster

Von awo

Zu der Wanderung durch die surreal wirkende Felslandschaft sind wir gleich nach dem Frühstück im Gasthaus Elena aufgebrochen. Den Ort Kalampaka verlassend, wähnen wir uns in einem Amphitheater mit ringsherum steil aufragender Felskulisse.

Der streckenweise gepflasterte Weg führt fortwährend bergauf, aber er ist leicht zu begehen. Jetzt, am Vormittag, bieten Vegetation und Felsen noch ausreichend Schatten. Von nahem betrachtet, bestehen die Felsen aus gepreßten Sedimenten. Der geologische Laie wundert sich, dass diese "Bröselfelsen" so stabil sind. Außerdem stoßen wir dreimal auf eine Schildkröte und einmal eine Schlange, die sogleich die Flucht ergreift.

Oben, an der Straße zum Kloster Agios Stefanos angekommen, haben wir einen imposanten Ausblick: wir sehen mehrere Felsnadeln mit Klöstern, tief unten Kalampaka und die thessalische Ebene, das breite Flußbett des Pinios und im Hintergrund hohe Berge, auf denen auch jetzt im Juni noch einzelne Schneeflecken zu erkennen sind. Am nächsten liegt das Kloster Agios Triados, das heute jedoch geschlossen hat. Wir laufen auf der Straße weiter, auf der ab und zu ein Touristenbus vorbeirollt, bis zum Kloster Agios Stefanos.

Es ist ein Frauenkloster, das nur über eine schmale Brücke über einen Abgrund betreten werden kann. Obwohl meine Frau eine lange und keine kurzen Hosen trägt, muß sie der Aufforderung Folge leisten, einen Rock und eine Bluse, die ihr gereicht werden, überzuziehen.

Der Besuch lohnt sich. Wir besichtigen auf dem Klostergelände
  • eine alte, recht gut erhaltene orthodoxe Kirche; die Fresken wurden teilweise von andersgläubigen Eroberern zerstört (die Augen der Heiligen herausgeschlagen);
  • eine Kapelle, in der ein kleines Museum untergebracht ist;
  • einen Rosengarten und einen weiteren Garten
und blicken von einer Art Aussichtsplattform weit ins Land.

Die Nonnen gehen professionell mit den Touristenmengen um. Wahrscheinlich ist es auf die Eintrittsgelder zurückzuführen, dass die baulichen Anlagen tadellos erhalten werden können. Wieder draußen auf dem Parkplatz, sehen wir um 12 Uhr sechs Busse voll Touristen eintreffen.

Inzwischen nähert sich die Temperatur der 30-Grad-Marke. Unser Wasservorrat ist aufgebraucht. So machen wir uns auf den Rückweg und sind nach nur 1,5 Stunden wieder "zu Hause" in unserem Zimmer im Gasthaus Elena.

Gasthaus Elena in Kalampaka

Ein charaktervolles, stilvoll saniertes Haus - im Gegensatz zu mancher Hütte, in der ebenfalls Zimmer vermietet werden. Mit traumhaften Blick auf die zum Greifen nahen, steil aufragenden Felsen. Die Lage ist hervorragend: einerseits noch im Ort Kalampaka, andererseits am Beginn des Wanderweges, der oben beschrieben ist.
http://www.kalampaka.com/elena

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Meteora als Weltkulturerbe

Geschrieben 28.06.2003, Geändert 28.06.2003, 6042 x gelesen.

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