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Wandertag auf Lipsi

Von Arion

Der Flying Dolphin Zeus verließ um 9:10 Uhr den Hafen von Patmos. In nur 25 Minuten waren wir für 9,40 € (das Returnticket kostet bei gleichzeitiger Buchung 7,50 €) auf Lipsi.

Wir schauten uns zunächst den Hauptort an, wo von Saison noch nichts zu spüren war. Nur die Fischer im Hafen waren emsig beim Flicken ihrer Netze und deren Boote dümpelten im Hafenbecken.

Die Minibusse zu den Stränden sollten um 10:00 Uhr abfahren. Als sich um 10:15 Uhr noch nichts tat, fragten wir eine Insulanerin. "Die Busse fahren täglich außer Sonntags" hieß es. Also machten wir uns per Pedes auf den Weg zum "schönsten Strand der Insel" - Platis Gialos. Vorbei am Ortsstrand Liendou-Beach und am Kambos-Beach, der uns mit seinen Tamarisken und den Blick auf Hafen und Bucht schon besser gefiel, liefen wir die ca. 4 km lange, breite Asphaltstraße (etwas weniger hätte es für die paar Autos auch getan) in Richtung des berüchtigten Strandes.

Es kamen uns 4-5 Fahrzeuge entgegen, aber keines fuhr in unsere Richtung. Auf der linken Seite trostlose Landschaft und die Inselmüllkippe, rechts beeindruckende Ausblicke auf das Meeer. Nach ca. 50 Minuten erreichten wir den Platis Gialos Strand, der uns aber - entgegen den Aussagen von Klaus Bötig (DuMont) - eher enttäuschte. Ein schmaler, schattenloser Sand-/Kiesstreifen - das sollte der tollste Strand der Insel sein? Es ist halt mit allem so - Schönheit mit dem Auge des Betrachters gesehen.

Einladend dagegen die Taverne Platis Gialos, wo wir uns zunächst einmal einen Frappe gönnten. Wir schauten dem Treiben am Strand zu bis die ersten Regentropfen fielen. So hatten wir uns den Ausflug nicht vorgestellt: Trostloser Strand untermalt mit Regentropfen. Wir entschlossen uns, die Küche von "Muttern" zu testen. Das Pastitio für 6,-€ war derart großzügig bemessen und lecker, dass ohne weiteres zwei Personen davon satt werden konnten. Die Preise der Taverne bewegen sich auf unterem Level, daher kommen auch viele griechische Familien zum Sonntagsausflug (natürlich mit dem Auto) hierher.

Der Regen - eigentlich waren es nur immer wieder vereinzelte Tropfen - hatte nachgelassen. Wir entschlossen uns, die Zeit des bedeckten Himmels zu nutzen und zurückzuwandern. 1 km vor dem Hauptort suchten wir den wesentlich schöneren Kambos-Beach auf. Und siehe da: Die Wolkendecke riß auf und die Sonne zeigte sich mit strahlendem Glanz. Vom Strand hatten wir einen herrlichen Blick auf den Hafen, in dem gerade die Milena von G&A einlief. Mit neuen Eindrücken kehrten wir um 16:30 Uhr dieser Insel den Rücken.

Als Nissomane die 43. Insel gesehen mit dem Bewußtsein hierher werde ich wohl nicht wiederkehren.

Geschrieben 06.07.2007, Geändert 06.07.2007, 1383 x gelesen.

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