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Kimolos in der Nachsaison - I Kali Kardia

Von Katerina

Kimolos in der Nachsaison

Als die „Aqua Jewel“ uns am 29. September 2011 mit über einstündiger Verspätung auf Kimolos ausspuckt ist es schon dunkel.
Weder ein Zimmervermieter noch ein Bus hinauf nach Chorio stehen da. Und nun? Ich frage drei Männer, die an einem Tisch vor einem Kafenio sitzen.
Bus? - Gibt es nicht. Wohin wir wollten? - Nach Chorio. - Da müssten wir ein Taxi nehmen, wohin wir denn wollten? - Wir hätten noch kein Quartier, wollten aber gerne nach Chorio, etwas Nettes, Ruhiges. – Moment, er wüsste da jemand.
Der Wortführer der Kafenionsrunde telefoniert mit seinem Kinitó. Der erste Versuch ist vergebens, dann erreicht er jemand. Alles klar, wir würden gleich von jemandem abgeholt.

Fünf Minuten hält ein SUV vor uns, ein Mann entsteigt ihm, stellt sich als Apostolis vor und lädt uns samt Gepäck ein. In rasanter Fahrt geht es die Kurven nach Chorio hinauf und nur mäßig abgebremst durch die engen Gassen des Ortes. Apostolis kennt jede Ecke, er touchiert nirgends. Und hält kurz darauf vor einem Kafenio namens „I Kali Kardia“ – wir sind am Ziel.

Die dort anwesende Männerrunde starrt uns – nicht unfreundlich – an als wären Touristen auf Kimolos etwas Seltenes. Und vielleicht sind sie das zu der Jahreszeit auch. Zumindest wenn sie nicht nur einen Tagesausflug von Milos herüber machen.

Wir bekommen zum unglaublichen Preis von zwanzig Euro ein einfaches Doppelzimmer mit Frühstück mitten im Ort. Die erste Nacht ist laut, da unser Zimmer zur Gasse und darunter liegenden Gaststube hinaus geht, wo bis spät in die Nacht Leute sitzen.
Dann ziehen wir nach hinten um, mit kleinem Balkon und Blick über den Ort und die Felder. Apostolis‘ Mutter wird uns am nächsten Tag mit köstlichem knoblauchgespickten Braten bekochen, und wir fühlen was echte Gastfreundschaft – ohne geldverdiende Hintergedanken - ausmachen kann.

Es ist der Beginn einer wunderbaren Inselerfahrung auf einer kleinen Insel, auf der der Tourismus noch eine Nebenrolle spielt, die man wunderbar zu Fuß erwandern kann, und auf der die Leute mit ihrem einfachen Leben zufrieden zu sein scheinen.

Mehr unter www.nissomanie.de/kykladen/kimolos/

Geschrieben 01.09.2013, Geändert 01.09.2013, 2333 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von pedros 1 vom 19.03.2014 23:03:24

das erinnert mich an unseren urlaub 2004...my kimolos-my paradise