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Kampos, ein Gartenparadies

Von Marlene

Im Süden der Stadt beginnt die Ebene von Chios, bekannt als Kámpos, ein idyllisches Gebiet, einmalig in der Aegäis, voll bewachsen mit Zitrus-Gärten.
Um den ganzen Zauber des Kámpos zu erfassen, sollte man unbedingt das Gebiet per Fahrrad oder zu Fuß erwandern. Ich habe einen 7-stündigen Spaziergang durch das Labyrinth des Kámpos gemacht und war ganz benommen von dem einzigartigen Duft, einem Gemisch aus Zitrusfrüchten, Jasmin und wildem Thymian.

Bei einem Bummel durch die unzähligen Gassen und die labyrinthartigen Wege des Kámpos wird man fasziniert sein von seinen zwei- und dreistöckigen "archontika" (Residenzen). Vornehmlich aus dem wunderschönen Stein von Thymiana mit der eindrucksvollen roten Erdfarbe gebaut, sind sie umgeben von hohen Steinmauern mit imposanten Hoftoren, die wegen ihrer prachtvollen bogenartigen Eingänge bestechen. Hinter der strengen Fassade verbarg sich eine andersartige, angenehme Welt.

Ein großer Hof mit kunstvoll angelegtem Kieselsteinfußboden, reiche Blumengärten mit großen Alleen und Stoas, der Ziehbrunnen für die Bewässerung und die malerische Marmorzisterne, abgedeckt mit einer Pergola und einem emporrankenden Weinstock. Dazwischen liegt eine große Residenz mit ihren zwei oder drei Stockwerken, doppelter Freitreppe die zum ersten Stock mit schönem Ausblick über die Bäume führte. Das Erdgeschoß der Wohnhäuser wurde als Lagerraum oder als Dienerraum genutzt. Man schätzt, dass dort früher etwa 200 Landgüter vorhanden waren, heute jedoch sind nur sehr wenige davon erhalten. Trotzdem bewahrt der Kámpos seinen alten Glanz und vermittelt dem Besucher die Atmosphäre einer alten, romantischen Zeit.

Heute versuchen viele Eigentümer von Residenzen, diesen ihre ursprüngliche Form der ersten oder zweiten Bauphase nach 1881 wiederzugeben. Einige wurden in schöne traditionelle Gästehäuser umgewandelt oder in ein Restaurant. Besonders gut erhalten und renoviert ist die Residenz Argentis. Leider ist diese in Privatbesitz und man kann sie nicht besichtigen. Ich hatte Glück, dass das Tor offen stand und ich daher einige Fotos vom „Innenleben“ schießen konnte.

Geschrieben 21.08.2007, Geändert 21.08.2007, 1236 x gelesen.

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