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Der Kampos

Von Alphons

Südlich von Chios-Stadt (Chora) erstreckt sich der Kampos. Der Kampos ist ein Erbe der Genuesischen Zeit der Insel, die 1346 begann. Im 15. und 16. Jahrhundert entstand hier in der fruchtbaren Ebene zwischen dem Meer und dem Hochland der Insel ein einzigartiger fruchtbarer Garten aus Mandarinen-, Zitronen- und Limonen-Plantagen. Begrenzt durch hohe Mauern, zugänglich durch reichverzierte Tore, liegen die wunderschönen Herrschaftshäuser inmitten dieser Gärten.

Doch leider hat hier der Reichtum der Insel seine negativen Spuren hinterlassen, viele der alte Villen liegen verlassen, wie Dornrösschen-Schlösser, dem Verfall Preis gegeben. Nur um direkt daneben schreckliche Betonfassaden zu entdecken. Gut, dieses Problem gibt es auch bei uns zuhauf.

Trotz einiger "Verfehlungen" ist der Kampos ein wunderschönes Fleckchen Erde und überall sieht man das diese architektonischen Schätze und viele der alten Herrschafftshäuser werden mittlerweile restauriert. Der Duft der Plantagen liegt überall in der Luft, die Mauern aus Ocker bis Ziegelrot bieten einen wunderschönen Kontrast, zu den über den Mauern ragenden grünen Bäumen. Es ist nicht viel Verkehr und es ist sehr ruhig.

Aber der Kampos hat es in sich, es gibt keine Karten von diesem Areal, das bis zu 10 Kilometer und bis zu vier Kilometer breit ist. Etliche Straßen, Wege, Gassen und Fußwege durchziehen den Kampos. Gut es gibt Straßennamen, wenn man das Straßenschild findet aber es bleibt ein absolutes Labyrinth. Ich war in den letzten Jahren bestimmt zwanzigmal im Kampos und ich hab‘ mich jedesmal verirrt. Es gab Momente wo ich an dem selben Haus fünf- oder sechsmal vorbeifuhr aber auf diese Weise hab‘ ich wiederum viele, neue Straßen im Kampos entdeckt (hat doch auch was für sich). Glaubt mir in diesem Gewirr aus hohen Mauern und Bäumen fällt die Orientierung wirklich schwer.

Gottseidank hat mir Marcos, ein echter Chiote ein paar Tipps gegeben. Also:

1. Wenn ihr auf eine breitere Straße im Kampos stoßt, bleibt drauf, egal wie lang‘ es dauert. Die führen raus!2. Orientiert Euch an einigen Fixpunkten, den Kirchturm von Thymiana im Süden (vorher anschauen und einprägen), das Frauen-Kloster Agios Konstantinos (mit einer mächtigen Mauer umgeben, thronend auf einem Berg im Osten) und die Berge im Westen.3. Den Flughafen (funktioniert leider nur wenn ein Flugzeug landet), der liegt im Norden.4. Einfach Geduld haben, irgendwann kommt man immer wieder raus‘.

Wer Lust hat sein Quartier im Kampos aufzuschlagen und morgens im größten Garten der Ägäis aufzuwachen, für den gibt es einige wunderschöne Hotels und Pensionen, allesamt in restaurierten Villen untergebracht. Unten gibt es einen Link....und zum Meer ist es auch nicht weit!

Link

Pension Perleas

Geschrieben 03.07.2002, Geändert 03.07.2002, 835 x gelesen.

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