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Tagebuchauszug: Erlebnisbericht vom Kalamaki Beach

Von Alfred

Die Pilion-Halbinsel ist mit dem 1550 Meter hohen Gebirge eine der grünsten und buchtenreichsten Regionen des Festlandes. Bei der Anfahrt über Volos, Agria, Kala Nera und Milies sehen wir in den Küstenorten die ersten Palmen dieses Jahres und auch sonst erinnert uns viel an die Küstenstraßen in Südfrankreich. Im Gegensatz zu anderen Gebirgsgegenden sind die Hänge des Pilion satt grün. Das macht die Halbinsel als Urlaubsziel auch für viele Griechen attraktiv.

Die Fahrt Richtung Kalamaki Beach geht sechs Kilometer von der Kammstraße recht steil nach unten. Einige kurze – für Womos – wirklich gefährliche Wegstücke erfordern den ersten Gang und zusätzlich heftiges Bremsen. In einer Kehre muss ich sogar zurücksetzen, um den engen Bogen zu kriegen. In der steilsten und engsten Kurve vertraute man dem Teerbelag wohl nicht: um die Traktion zu erhöhen, wurde quergeriffelter Beton eingebaut.

Wir verbringen einige Stunden am sauberen Feinkiesstrand und baden in der heftigen Brandung. Am Nachmittag entdecken wir direkt am Strand einen Schlauch, aus dem eiskaltes Quellwasser strömt – das spart Duschwasser aus dem Womo-Vorrat!

Am nächsten Morgen brechen wir früh auf. Mitten in der steilsten Kehre ist auf einmal alles vorbei. Dicke schwarze Rauchwolken aus Richtung Auspuff hüllen das Womo ein, der Motor stirbt ab, 122 PS plus Turbodiesel reichen nicht aus, uns den Berg hinauf zu ziehen! Die Handbremse hält das schwere Fahrzeug nicht – was tun in aller Schnelle? Ich lasse das Womo mit Unterstützung meiner besseren Hälfte langsam kontrolliert rückwärts durch die scharfe, steile Kurve den Berg hinunter rollen, bevor es das ohne meinen Einfluss geradeaus in den Abgrund alleine erledigt! Geschafft! Mit etwas mehr Schwung – schwierig wegen der engen Kehre! – klappt der zweite Versuch so gerade!

Ich habe Reinhard Schulz gebeten, in der nächsten Neuauflage seines Bandes "Mit dem Wohnmobil durch Griechenland" den Hinweis "Der letzte Abschnitt der Straße ist sehr steil ..." durch einen deutlichen Warnhinweis zu ergänzen.

Geschrieben 01.09.2001, Geändert 01.09.2001, 1537 x gelesen.

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