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Acheron Fluss - muss man erlebt haben

Von Jette NRW

Wir entschlossen uns, auch einmal in die Bergwelt zu reisen. Nun hörten oder lasen wir schon hier von diesem Fluss, also nichts wie hin. Leicht gefunden auf der E-55 von Preveza aus. Wir waren sofort begeistert. Da geht doch 10cm über dem Fluss eine Brücke drüber die auch gleich als Taverne genutzt wird. Wir fuhren weiter zur nächsten Taverne, wo die Tische und Stühle fast im Wasser stehen, hier noch Knöcheltief. Man fand auch eine Raftingstation.

Wir durchquerten den Fluss und die Wanderung durch die Schlucht konnte beginnen. Uralte knorrige Bäume säumten den Weg. Mal floss das Wasser schnell, weil es flach war, mal ging es bis zum Knie. Man lief immer auf Steinen. Um eine Kurve sprudelte das Wasser nur so aus der Erde, es sah aus wie wallendes kochendes Wasser, aber es war saukalt. Die Schlucht wurde nun immer tiefer und schmaler, kein Sonnenstrahl traf nach unten.

Nun kamen wir an eine Stelle, wo man schon von weitem erahnen konnte, dass es noch tiefer wird. Also stehengeblieben, die Shorts aus und vorwärts ab ins kalte Wasser. Das Wasser erreichte nun schon die empfindlichen Körperstellen, es ging aber noch tiefer. Nun wurde noch das T-Shirt hochgerollt. Den Rucksack und den Fotoapparat hoch über den Kopf gehalten. Unsere Tochter schwamm und schrie beglückend, so begeistert war sie. Bis unter die Achseln reichte es uns, dann wieder nur Knöcheltief.

Wir waren nun ganz allein in der Schlucht, andere gaben vorher auf. Nun ging es über grosse Steine und wir mussten richtig kraxeln. Es ging nun aber garnicht weiter. Da hätte wir ein Boot gebraucht. Ausserdem wurde es nun auch langsam dunkel, wir gingen den Weg durchs Wasser zurück. Wir wären gerne noch weiter gegangen.

An der Taverne zogen wir uns lange, trockene Sachen an. Es war empfindlich kühl in dieser Schlucht. Wir nahmen gemütlich Platz und liessen uns das Essen schmecken. So langsam spürten wir auch wieder Gefühl in den Beinen. Als es dunkel wurde, schaltete der Wirt das Licht an und der Fels wurde angestrahlt. Eine herrliche romantische Atmosphäre wirkte auf uns. Über der Wasseroberfläche bildete sich Nebel. Wir schauten ganz benommen auf diese Natur. Man hätte meinen können, gleich schauen ein paar Indianer vom Felsrand auf uns hinab. Weiter unten in der Flussführung teilte sich das hellblaue Gewässer auf weissen Steinen und eine Insel war zu sehen. Dort machten es sich einige Wildcamper bequem. Dort hätte unser Bus auch noch hineingepasst!

Dieser Ausflug an den Acheron Fluss war eine ganz neue Erfahrung für uns. Griechenland, was für ein Land und welch prächtige Natur.

Geschrieben 13.08.2002, Geändert 13.08.2002, 6089 x gelesen.

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