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Georgioupolis - ein halbes Jahr Sonne

Von Julia-H

Ich habe also das Glück gehabt, ein halbes Jahr auf Kreta zu verbringen. Ich muss sagen es war einfach eine super Zeit. Ich habe in einem Hotel ganz in der Nähe von Georgioupolis als Animateurin gearbeitet und konnte so viele interessante Eindrücke sammeln.

Die Strände auf Kreta sind sehr unterschiedlich. Steinküsten treffen auf karibisches Flair und auch schwarzer Sand ist zu finden. Ganz besonders zu empfehlen ist Elafonissi, ein ganz abgelegener, weißer Traumstrand mit türkisblauem Wasser. Der Vorteil ist, dass man durch einige wundervolle, idyllisch einheimische Dörfer fährt, da nur eine Straße von Norden aus dorthin führt. Besonders in der Vorsaison ist es sehr schön, da es noch nicht so überfüllt ist.

Die Bewohner von Kreta haben eine besondere Art. Man sollte ihren Stolz nicht unterschätzen. Respektiert man sie so wie sie sind, sind sie absolut herzlich und immer hilfsbereit. Wenn ich z.B. abends von Georgioupolis nach Hause gelaufen bin, haben einige angehalten und mich völlig selbstverständlich und ohne Erwarten einer Gegenleistung nach Hause gefahren.

Man merkt allerdings auch, dass Touristen manchmal nicht besonders zu ihrem Vorteil behandelt werden. Mit dem Vorteil dort zu arbeiten, wurde ich anders angesehen (Ich habe ja die Touris angelockt.). Eine wohltuende Besonderheit ist die niedliche Taverne Titos, direkt am Marktplatz: Faire Preise und eine absolut liebe Familie, die sich mit Leib und Seele für Ihre kleine Bar einsetzt.

Wer gerne lecker und typisch griechisch essen möchte, sollte in die süße Taverne kurz vor dem Kournas-See gehen. Vor der Tür steht ein Fass mit der Aufschrift "Home made Cooking" - und das stimmt! Die Wirtin Maria setzt sich dann zu einem an den Tisch und erklärt einem im Detail ihre Karte. Schon alleine die Vorspeisen sind göttlich! Also ruhig mal mutig sein...

Geschrieben 31.01.2006, Geändert 31.01.2006, 3406 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von kokkinos vrachos vom 12.03.2020 17:45:05

Moin und Kalimera, unter Kreta-Freunden gibt es ja so einige Orte auf der Insel die polarisieren: Plakiás, Frangokástello, Georgioúpolis, Kalamáki……

Bis 1906 hiess Georgioúpolis Almyropolis, nach dem Fluss Almyropolis. Davor war es lange Malaria-Gegend und Heimat von Piraten. 1906 wurde Almyropolis in Georgioúpolis (Georgsstadt) unbenannt, nach Prinz Georg, dem ersten Hochkommissar von Kreta.

Das ehemalige Fischerdorf und Treffpunkt der Rucksacktouristen (80er Jahren) hat sich touristisch zu schnell negativ entwickelt. Immer mehr größere Hotels und immer mehr All Inklusive und Pauschalurlauber.
Auch von der „gemütlichen ländlichen Atmosphäre“ (womit der Apokoronas Lokalanzeiger, Reiseführer der Region wirbt), kann keine Rede mehr sein. Exopoli/Exopolis wird immer mehr zugebaut. Hier sind in den letzten Jahren über ein dutzend hochwertige Ferienhäuser/Anlagen entstanden und haben den Ort optisch verschandelt.

Am langen Sandstrand Richtung Kávros, Kávros heisst jetzt Paralía Kournás haben sich in den letzten Jahren dutzende kleinere und größere Resorts und Luxus-Resorts angesiedelt, wie das Pilot Beach Resort. Der negative Höhepunkt ist die gigantische Resort-Anlage, Hotel Anemos Luxury Grand Resort. Das Bauprojekt war für mich der I-Punkt und hat den noch wenigen restlichen Charme von Georgioúpolis und Umgebung endgültig begraben. Ganz zu schweigen von der peinlichen Touristen-Bimmelbahn….

Und der touristische Bauboom in Georgioúpolis und Umgebung geht ungebremst weiter, in Planung sind zwei All Inclusive 5 Sterne Luxushotel, dass eine mit Wasserpark. Beide Projekte sind vom Umweltausschuss genehmigt.

Bei meinen besuchen in Georgioúpolis habe ich für mich festgestellt, dass ich in Georgioúpolis nicht das Gefühl habe an einem kretischen Ort zu sein. Durch den Süßwasserfluss/Hafen, den Eukalyptusbäumen, dem trostlosen Dorfplatz aus Beton mit dem Brunnen. Wegen dem Brunnen wird Georgioúpolis auch gerne Castrop-Rauxel genannt. Ein Kafenio suchte ich vergebens. Mir fehlt einfach der Charme in Georgioúpolis, der für mich so viele anderen Orte auf Kreta ausmachen.

Es ist natürlich alles Geschmackssache, mir gefällt Georgioúpolis überhaupt nicht, Tausenden gefällt Georgioúpolis und Umgebung. So ist das halt. Mich zieht es lieber in den Südwesten, in die Sfakia zwischen Frangokástello und Paleochóra.

Ta Leme, kv