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Kleine Insel zum Ausspannen

Von namorK

Ich flog wieder einmal nach Athen, hatte ein paar Tage danach noch frei, schnell auf eine Insel. Bei einem Blick auf die Landkarte bot sich mir Agistri (oder Angistri) an. Eine kleine Insel, die sollte ich in drei Tagen kennengelernt haben... Etwas im Internet vorbereitet, recht schnell stolpert man auf www.agistrigreece.com/ wo man alle Strände und Orte beschrieben bekommt, eigentlich ausreichend Information.

Anreise: von Piräus gibt es Flying Dolfins (so etwa zweistündlich) zum Ort Milos (oder auch Megalochori genannt) und die Autofähre (ein bis zweimal täglich) nach Skala (beide an der Nordküste der Insel und mit einem Linienbus verbunden, sodass man bei an- oder ablegen eines Schiffes stets auch zur anderen Ortschaft kommt. Die Orte selbst sind eineinhalb Kilometer voneindander entfernt, man kann also auch zu Fuss gehen). Zusätzlich gibt es noch den Angistri-Express zur Nachabrinsel Ägina, der beide Orte anläuft (4-5 mal täglich). Von Ägina kommt man leicht nach Piräus oder zu den anderen Saronischen Inseln.

Wohnen: scheint mir kein Problem zu sein, es gibt in beiden Orten (Skala und Milos) ausreichend Kapazitäten, viele kleine, wenig große Anlagen, viele nicht im Internet aufspürbar. Im Inselsüden, im abseits des Meeres gelegenen Ort Limenaria gibt es jedoch nichts. Ich war bei Rosys Village, betrieben von einer ausgewanderten Deutschen, die hier eine Anlage mit etwa 25 Zimmer plus Restaurant betreibt. Zimmer OK, wenn auch nicht sehr groß. Die Anlage liegt etwa 20 Meter über der Felsküste südlich von Skala, schön zum "auf das Meer Blicken", wenig geeignet zum Baden vor Ort, die nächsten Strände sind etwa 5-10 Gehminuten entfernt.

Baden: in Skala westlich vom Hafen gibt es einen Sandstrand, ganz flach ins Meer hinein, ideal für Kinder, weniger für Schwimmer. In Milos gibt es einen schmalen Strand. Im Süden der Insel war ich noch in Aponissos, eine schöne Bucht mit vorgelagerter Insel, das Hineingehen ist mühsam da steinig (Leiter), einmal drinnen, steht man auf Sandboden ....

Orte: naja - die Insel war bis vor kurzem wenig bevölkert und die Baukultur hält sich in Grenzen. Es gibt eigentlich keine Sehenswürdigkeiten in keinen der Orte, selbst die Kirchen sind sehr neo-neo-byzantinisch. 1973 gab es erstmals Strom auf der Insel ...

Unterwegs auf der Insel: ich habe ein Fahrrad geliehen, in 20 Minuten ist man von der Nordspitze and der Südspitze (Strand von Aponissos), es gibt auch einen Touristenzug (Traktor auf Zug gemacht), der in Skala steht und mir auf der Rückfahrt vom Inselsüden entgegenkam.

Resümee: Ich habe den Aufenthalt für drei Tage zum Ausspannen nicht bereut, einen längeren Aufenthalt würde ich aber nicht empfehlen, da sowohl die Bademöglichkeiten als auch die Sehenswürdigkeiten auf der Insel bescheiden sind, da gibt es Spannenderes selbst unter den Saronischen Inseln. Es gibt aber keinen Massentourismus, die Insel wird hauptsächlich von Griechen besucht (auch als Tagesgäste aus Athen), man kann gut griechisch essen und am griechischen "Way of Urlaubsleben" teilnehmen.

Geschrieben 26.08.2008, Geändert 27.08.2008, 2498 x gelesen.

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