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Ai Strati - Das vergessene Paradies

Von Petros Milatos

Agios Evstratios, oder, wie es auch kurz genannt wird: Ai Strati, eine der abgelegensten Inseln der Ägäis. Sie liegt fast genau im Zentrum der Nördlichen Ägäis. Die normalen Routen und Schifffahrtswege führen in weitem Abstand an ihr vorbei. A.I. ist so etwas wie ein weißer Fleck auf der Karte der Griechischen Inseln. Man sagt, dass wer sich dorthin verirrt, der kann nur zwei Gründe dafür haben:

Erstens, er stammt von dort, oder zweitens, er sucht ein Versteck vor der übrigen Welt. Dieses Vorurteil ist jedoch völlig unbegründet. Die Leute auf der Insel sind bei weitem keine Outbacks oder Galgenvögel. Sie sind nett, gastfreundlich und hilfsbereit.

Nach dreistündiger Motorfahrt gingen wir an der neu ausgebauten Mole im Westen der Insel längsseits. Wir fanden zu unserer Überraschung noch zwei weitere Segler vor, die wohl entweder dem Reiz der Einsamkeit, oder ebenso wie wir, dem Zwang der Flaute erlegen waren.

Die zirka 40 Containerhäuser des kleinen Hafens sind mit amerikanischer Finanzhilfe nach dem alles zerstörenden Erdbeben 1968 für die obdachlose Bevölkerung errichtet worden. Heute leben nur noch 200 Seelen in dem quadratischen Idyll, ihren Lebensunterhalt hauptsächlich vom Fischfang bestreitend, denn für die Landwirtschaft sind die Hänge und Hügel der Insel zu steinig und der Boden ist zu karg.

Im einzigen wasserführenden Tal liegt die Ortschaft und dort reicht das Was-ser gerade für ein paar Blumen und Obstbäume. Man hat hier wirklich den Eindruck, sich am einsamsten Ende ägäischen Inseldaseins zu befinden. Für Zivilisationsmüde und Ruhesuchende jedenfalls ein Paradies!

Geschrieben 23.03.2009, Geändert 23.03.2009, 2228 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von kokkinos vrachos vom 09.06.2012 17:13:41

jas petros,ein sehr schön geschriebener informativer bericht.

die insel ist ganz nach meinem geschmack. werde sie auf jeden fall mal besuchen.

schöne grüße aus hamburg