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Autoanreise über den Landweg nach Griechenland

Von ADAC

Balkantransit - Zusammenfassung und Tipps

ADAC hat Ferienroute nach Südosteuropa getestet: Autoput gut, Fähre besser.

Für alle Urlauber, die ihr Ferienziel in Südosteuropa mit dem Auto ansteuern, führt die bequemste Route laut ADAC via Autofähre ab Italien. Der Automobil-Club hat kurz vor der Sommer-Reisesaison aber auch die Strecke über den Balkan, den "Autoput" im ehemaligen Jugoslawien, genau getestet und Tipps für Urlauber zusammengestellt:

EinreiseSeit 31. Mai können deutsche und griechische Staatsbürger mit dem Reisepass ohne Visum nach Serbien und Montenegro einreisen und das Land im Transit durchfahren. Türkische Staatsbürger erhalten ein Transitvisum bei der Einreise. Für Slowenien, Kroatien, Rumänien, Ungarn sowie Bosnien und Herzegowina genügt der Personalausweis.

FahrzeugBeim Transit durch Serbien sicherstellen, dass "YU" in der Grünen Versicherungskarte nicht durchgestrichen ist. Ansonsten muss noch eine Versicherung gekauft werden (Mindestdauer 4 Wochen: 77 €).

VerkehrsbestimmungenIn Slowenien und Ungarn gilt tagsüber die Lichtpflicht. In Slowenien und Ungarn wird deutlich auf wichtige Verkehrsbestimmungen hingewiesen, z.B. Tempolimits, Anschnallpflicht, Telefonierverbot am Steuer. Die stärkste Polizeipräsenz und Kontrollen gibt es in Serbien und Bulgarien. Tempolimits werden kontrolliert, auch wenn sie unbegründet erscheinen (HR) oder nicht ersichtlich sind (Stadtgrenze Sofia).

Straßenzustand und WegweisungHier ist eindeutig Bulgarien das Nadelöhr: Lange Passagen der Transitstrecke Vidin-Montana-Sofia, besonders Ortsdurchfahrten sind Schlaglochpisten. Zum Teil gibt es noch Kopfsteinpflaster. Auf Nebenstrecken, etwa der Direktverbindung Lukovit-Kneza-Orjaho, kommen holprige Bahnübergänge hinzu. In Rumänien sind die Straßen zwar auch unter westeuropäischem Niveau, aber die Schlaglöcher ordentlich gepflickt. In Serbien gibt es durch den Schwerlastverkehr tiefe Spurrinnen auf der Transitstrecke südlich von Belgrad.

ZeitaufwandDer Übergang von Bulgarien nach Rumänien über die Fähre bei Orjahovo hat ohne großen Andrang fast 3 h gedauert, auch wegen der mangelnden Organisation. Für die Urlaubssaison ist der Zeitaufwand nicht abschätzbar!

GebührenMaut kann überall in Euro bezahlt werden, auch in Serbien. Daher kleine Scheine und Münzen mitnehmen. In Bulgarien und Rumänien sind Desinfektionsgebühren und Hafentaxen fällig, aber keine Maut wurde verlangt.

AusschilderungAuch hier ist Bulgarien das Schlusslicht, nicht nur wegen der manchmal ausschließlich kyrillischen Schrift (die gibt es auch im Norden Bosniens und in Serbien) sondern weil sie oft fehlt und manchmal völlig falsch war (Fähre Orjahovo). Auch bei der Zufahrt von Südosten ins Zentrum Budapests und beim Verlassen Belgrads Richtung Nis gab es Probleme. Wer die Haupttransitstrecken verlässt, braucht detaillierte Karten, in BIH, YU und BG möglichst mit beiden Schriftarten!

ZwischenübernachtungenEs besteht am Autoput eine "Lücke" zwischen Zagreb und der serbischen Grenze. In Serbien selbst gibt es viele Möglichkeiten an der Transitstrecke. Ausreichend sind die Angebote in Rumänien, das Schlusslicht bildet wieder Bulgarien. Es ist nicht ratsam, zum Übernachten in die Großstädte zu fahren!

ZahlungsmittelDer Euro wird überall akzeptiert, auch in Bosnien und bei Versicherung und Maut in Serbien. Übrig gebliebene Dinar und Lei sind schwierig umzutauschen. Daher sollten restliche Devisen "vertankt" werden. Der Einsatz der VISAcard ist in Serbien, Bulgarien und Rumänien an Geldautomaten, in Hotels und an Tankstellen nur selten möglich. Hier braucht man einen Bargeldvorrat, der auch aus Euro bestehen kann.

SicherheitMan sollte sich an der Hotel- oder Motelrezeption informieren, ob eigenes Bewachungspersonal für Parkplätze zur Verfügung steht. Beim Motel Ruma, im City Hotel Sofia, beim Hotel Timisoara, beim Hotel Klastrom in Györ gibt es dafür eigenes Personal.

KraftstoffDie Versorgungslage ist unproblematisch. Versorgungsengpässe in Serbien gehören offenbar der Vergangenheit an. Reisende durch Serbien, Bulgarien und Rumänien sollten sich jedoch nicht darauf verlassen, an Tankstellen mit VISA zahlen zu können.

PreisniveauIn der Regel entsprechen die Preise den gebotenen Leistungen. In Slowenien, Kroatien und Ungarn haben sich die Preise für Verpflegung und Unterkunft, aber auch die Qualität, westeuropäischem Niveau angenähert.

Fazit: Wer unbedingt auf dem Landweg einreisen will, sollte den Weg auf dem früheren Autoput via Slowenien, Kroatien und Serbien wählen. Eine Alternative dazu ist die Route über Ungarn nach Serbien. Vor allem der Zeitaufwand für die Donauüberquerung, die schlechten Strassenverhältnisse und die mangelhafte Wegweisung in Bulgarien sprechen gegen die Ostroute.

Die erste Empfehlung für Autoreisen nach Griechenland sind immer noch die Fähren ab Italien.

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Quelle: www.adac.de

Geschrieben 10.06.2003, Geändert 10.06.2003, 15291 x gelesen.

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